Hochzeitsreise – Tag 11

Heute, am 23. August 2010 mussten wir zeitig aufstehen, wenn wir noch frühstücken wollten, denn unser Ausflug begann um 8.00 Uhr. Da ich das Frühstücksbuffett auf keinen Fall verpassen wollte – ist das Frühstück doch die wichtigste Mahlzeit am Tag -, sind wir auch seeeeehr bald aufgestanden. Der Ausflug ging vormittags nach Pleven, wo wir auch unser Mittagessen bekamen und nach einer Stadtführung ging unsere Busfahrt dann weiter nach Belogradschik. Geplante Rückkehr auf dem Schiff: 19.30 Uhr!

In Pleven fuhren wir zuerst das Panorama-Museum an, das im Jahr 1977 eingeweiht wurde zum hundertjährigen Jahrestag der denkwürdigen Schlacht zwischen den Russen und den mit ihnen verbündeten Rumänen und den Osmanischen Truppen, die schließlich zur Unabhängigkeit Bulgariens führte. Bilder dieses ereignisreichen Kampfes sind dort auf großen Gemälden festgehalten und auch Feuerwaffen, Uniformen und zahlreiche andere Gegenstände dokumentieren ihn. Besonders eindrucksvoll ist die 115 Meter lange und 15 Meter breite Leinwand, auf der entscheidende Szenen aus dem dritten Angriff dargestellt sind. Diese Leinwand geht rundherum an den Wänden des Museums entlang und man kann diese von einer Plattform in der Mitte des Raumes betrachten. Zwischen der Plattform und der Leinwand wurde der Kampf auch noch dreidimensional dargestellt und diese plastische Darstellung ging dann in die gemalte über.
Bevor wir weiterfahren konnten zum Mittagessen, mussten die Damen noch die einzige offene Toilette in Beschlag nehmen. Die Toiletten, in denen es 4 Kabinen gegeben hätte, wurde gerade geputzt und durfte nicht benutzt werden … Völlig logisch, oder?!

Beim Mittagessen wurden wir wieder musikalisch mit Gesang und Tanz unterhalten und anschließend folgte der obligatorische Gang auf das stille Örtchen, damit wir die lange Busfahrt in den Ortskern von Pleven aushalten konnten. Da offenbar Tag der gesperrten Toiletten war, mussten wir uns auch hier im Restaurant auf eine begnügen und dementsprechend lange haben wir gebraucht, bis wir aufbrechen konnten.
Bei der Stadtführung in Pleven haben wir nur wenige Bilder gemacht, da sie nicht all zu lange gedauert hat. Das 24 Meter hohe Mausoleum, das an die russischen und rumänischen Gefallenen erinnert, haben wir fotografisch festgehalten und sonst eigentlich nicht besonders viel, dafür machten wir am Nachmittag in Belogradschik um so mehr Bilder – also Ingo zumindest, denn ich musste ja meiner neuesten Leidenschaft nachgehen: dem Filmen :-)

Bis nach Belogradschik war es ein ganzes Stück; ich glaube, wir sind 3 Stunden mit dem Bus dorthin gefahren … doch die anstrengende Fahrt hat sich gelohnt! Belogradschik ist ein kleiner Ort, um den sich die spektakulärste Felsenlandschaft Bulgariens erstreckt und auf dem höchsten Plateau dieser Landschaft wurde inmitten der Felsen eine Festung gebaut: die Kaleto-Festung! In dieser wurde zu dem Zeitpunkt ein mittelalterlicher Film gedreht, so dass man sich wirklich fühlte, als wäre man in diese Zeit zurück versetzt worden.
Ich kann die ganzen Eindrücke, die wir dort aufnehmen durften, gar nicht in Worte fassen – so unbeschreiblich und unglaublich herrlich und beeindruckend war es an diesem Ort! Vielleicht können die Bilder euch einen kleinen Eindruck davon vermitteln :-)

Am Abend waren wir wie erschlagen von den vielen interessanten Sehenswürdigkeiten; dennoch rangen wir uns dazu durch, uns am Abend in der Panoramabar vom smarten Entertainer Julian Berg unterhalten zu lassen mit dem Programm „Ich war noch niemals in New York“. Um halb elf war dann Schluss und wir verschwanden in unserer Kabine, um am nächsten Tag wieder fit zu sein.

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