Was so ein Baby alles braucht…

In unserer kleinen Familie ist tatsächlich relativ schnell Normalität eingekehrt. Das lag wahrscheinlich im Großen und Ganzen daran, dass wir uns im Vorfeld schon jede Menge Gedanken gemacht haben, was so ein Baby eigentlich braucht und die entsprechenden Vorkehrungen getroffen haben. Nennt man im Fach-Jargon „Nestbautrieb“ – das ist schon ne nützliche Erfindung :-)

Kommen wir also zu den Dingen, die man unbedingt in der Wohnung bzw. im Haus haben sollte, wenn das kleine Wunder dann nach Hause kommt und sich so richtig wohlfühlen soll. Während der Schwangerschaft wird man(n) und natürlich ganz besonders frau mit allen möglichen Ratgebern bombardiert und jeder weiß alles besser als die anderen. Wobei … das stimmt nicht ganz; es gibt ein paar wenige Themen, bei denen sich die Ratgeber auch einig sind. Dazu gehören unter anderem die vielen Checklisten, in denen nachgelesen werden kann, was auf keinen Fall fehlen darf, wenn man mit dem/der Kleinen aus dem Krankenhaus kommt. Ich muss gestehen, dass diese Listen schon sehr hilfreich waren und ich hab mir eine von diesen ausgesucht und schön brav abgehakt, was wir schon haben und was wir noch brauchen. Doch hab ich mir auch die Freiheit genommen, einiges zu streichen, was meiner Meinung nach nicht zwangsläufig vorhanden sein muss.

Das erste, was wir angeschafft haben, war das Kinderzimmer. Lange haben wir im Internet nach Möbeln gesucht, haben uns Kinderbetten und -schränke und Wickelkommoden in Möbelhäusern angesehen, um dann letztendlich einem Tipp von Freunden folgend in Hafenlohr im Lagerverkauf von Paidi zu landen. Dort wurden wir auch prompt fündig und ich entschied mich ein weiteres Mal für Ingo!
Ingo ist ein Kinderzimmer, bestehend aus Kinderbett, Wickelkommode mit Unterstellregal, Kleiderschrank, Wandregal und Garderobenleiste (für die vielen Jacken und Anoraks, die ein Baby braucht ;-) ). Da wir uns ja erstmal nur umsehen wollten, konnten wir das Kinderzimmer nicht gleich mitnehmen und ließen es reservieren, um Ingo in Ingos Urlaub abzuholen. Das war eine recht spannende Angelegenheit, denn das Kinderzimmer war ein Auslaufmodell und es gab nur noch das bereits aufgebaute Ausstellungsstück. Da wir einen großen Hänger dabei und keine Lust zum Abbauen hatten, gab es keinen Grund, irgendwas auseinander zu bauen. Dachten wir! Bis wir wieder in Kitzingen waren, gab es den auch wirklich nicht, aber dann … Dank der Hilfe des baldigen Opas standen die meisten Möbel recht schnell im Kinderzimmer; nur der Kleiderschrank wollte nicht so wie wir. Zu dritt kämpften mein Papa, mein Mann und mein Schwager mit dem Schrank und kamen zu folgendem Ergebnis: „Der Schrank kommt nicht ins Kinderzimmer, sondern in den Laden!“ Ähm, wie bitte? Wem soll der Kleiderschrank im Laden denn nützen?? Glaubt ihr, ich geh jedesmal zum Umziehen mit dem Kleinen zwei Straßen weiter??? Glücklicherweise wurde der Schrank im Laden nur auseinandergebaut und dann in Einzelteile zerlegt in die Wohnung gebracht, um dort wieder aufgebaut zu werden. (In aufgebautem Zustand hatte der Schrank Ingo einfach zuviel Gewicht.)
Was war ich froh, als der Schrank und die Wickelkommode endlich standen und ich die vielen Strampler, Bodies, Oberteile, Söckchen, Schlafsäcke, Handtücher, Spucktücher, Lätzchen, Wickelutensilien, uvm. einräumen konnte. Das Kinderzimmer wurde nun noch mit Stillsessel und „Liegewiese“ vervollständigt – fertig! „Hast du gehört, kleine Maus? Dein Zimmer steht, ist komplett eingerichtet, du kannst kommen!!!“

Ein paar Kleinigkeiten von der Checkliste fehlten zwar noch, aber: Wer stillt, braucht keinen Fläschchenwärmer. Wer ein Baby hat, das sich nicht vom Fleck bewegt, braucht noch keine Steckdosensicherungen, Türstopper, Schubkastensperren oder einen Kantenschutz. Wer keine Treppen hat, braucht keine Treppensicherung. Wer nicht in Urlaub fährt, braucht auch kein Reisebett. All diese Dinge kann man auch dann noch besorgen oder ausleihen, wenn der Nachwuchs da ist und man feststellt: Also, jetzt wäre es gut, … zu haben!
Lange Rede, kurzer Sinn: Man kann vieles haben, muss man aber nicht :-) Im Notfall schläft ein Baby auch im Elternbett gut, Kleider gibts zur Geburt von ganz vielen Verwandten und Freunden, Windeln & Co. gibts im nächsten Supermarkt und wozu hat frau denn einen Mann, wenn sie ihn nicht losschicken und Besorgungen machen lassen kann? ;-)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.