Plötzlich zu dritt – wie soll das nur funktionieren?

So, ab jetzt hab ich hier das Sagen!

Sich plötzlich von heute auf morgen auf das Leben als Familie einzustellen, ist gar nicht so einfach und die Bildunterschrift trifft den Nagel auf den Kopf, denn nun dreht sich eigentlich alles nur noch um das Kind…

Nachdem so ein Baby jeden Tag neues entdecken kann und natürlich auch will, ist es blöd, herumzuliegen und nur die Decke anstarren zu können. Doch das Baby weiß sich von Geburt an zu helfen – es schreit! Und es merkt ganz schnell: „Juhuu, das funktioniert! Es kommt jemand, nimmt mich auf den Arm und trägt mich herum!“ Doch mit dem Herumtragen ist es noch lange nicht getan … Zu den alltäglichen Dingen gehört neben dem Herumtragen des Kleinen auch noch das Füttern und Wickeln, was im Prinzip den ganzen Tag einnimmt. Mit diesen drei Aufgaben kann ein 24-Stunden-Tag schon ganz gut gefüllt werden und es kommt mit Sicherheit keine Langeweile auf.
Wie? Es gibt Leute, die auch noch einen Haushalt führen wollen? Oder am Ende etwas Zeit für sich haben möchten? Das hätte man sich dann mal früher überlegen müssen! Solche Nebensächlichkeiten stehen ab jetzt auf der Prioritätenliste ganz weit unten – noch nach dem Punkt „Senseo-Kaffeemaschine, wenn wir dann in Rente sind“ ;-)
Gut, okay! Irgendwann schläft so ein Baby auch mal; vorzugsweise natürlich am Tag und nicht in der Nacht, wenn Mama und Papa vielleicht schlafen wollen würden. Aber ich will mich ja nicht beschweren: Unser Küken hat sich relativ schnell an den Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt und mich meistens nur zwei- bis dreimal aus dem Bett geholt. Wenn ich bei der Raubtierfütterung nicht regelmäßig auf dem Sessel eingeschlafen wäre, hätte mein Schlaf durchaus erholsam sein können. Ingo konnte – man mag es kaum glauben – jedoch von Anfang an wieder durchschlafen. „Heute nacht hat er aber schön geschlafen“, ist ein Satz, den ich gar nicht mal so gern hören wollte, wenn ich in ebendieser Nacht dreimal aufstehen musste – komisch, oder?!

Aber wenn man sich mal daran gewöhnt hat, dass so ein kleiner Schreihals nun am längeren Hebel sitzt, dann kann man sich eigentlich ganz gut damit arrangieren. Hier ein paar kleine Tipps:
– Stillzeit nutzen, um Post und Zeitschriften durchzuarbeiten, Dinge vorzubereiten oder mal was schönes zu lesen
– Schlafphasen am Tag bieten Gelegenheit für unterbrechbare Arbeiten am PC oder um das Essen vorzubereiten
– Putzen am Wochenende, wenn auch Papa daheim ist
– Kochen für mehrere Tage (das Kind isst seine Portion eh nicht auf ;-))
– Und ganz wichtig: Jeden Moment „Zeit am Kind“ (wie es in meinem Beruf so schön heißt) beim Wickeln, Herumtragen, Spazierengehen, Singen und Erzählen, … auskosten und genießen – es gibt nichts Schöneres im Leben, als sein Kind aufwachsen zu sehen!!!

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