Krabbelgruppe & Co.

Ein Kind zu haben ist ein Vollzeit-Job und kann daher u.U. einen 24-Stunden-Dienst bedeuten, denn man kann sein Kind nicht nach acht Stunden abstellen und sich seinem eigenen Leben widmen – das dürfte niemandem neu sein! Ebenso kann sich wohl jeder vorstellen, dass 24 Stunden ganz schön lang sein können und daher stellt sich die Frage, was man mit soviel Zeit anfängt, um nicht den ganzen Tag zu Hause herum zu sitzen und nur mit Babypflege und Haushalt beschäftigt zu sein. Deshalb hab ich hier ein paar Anregungen für alle, die auch mal raus wollen und ihrem Kind die Möglichkeit geben möchten, mit gleichaltrigen Babys in Kontakt zu kommen. Zudem ist der Austausch mit anderen Müttern nicht zu unterschätzen, denn es hilft ungemein zu sehen, dass man mit seinen „Problemen“ nicht alleine da steht.

Mit etwas Glück kann frau mit der Kontaktpflege schon bei einem Geburtsvorbereitungskurs anfangen und Telefonnummern und EMail-Adressen mit anderen netten Mamis austauschen, um eine Krabbelgruppe ins Leben zu rufen. Vor der Geburt können sich die Mamas näher kennen lernen und sobald die kleinen Lieblinge auf der Welt sind, lernen diese sich kennen. Gut, am Anfang liegen die Kleinen eher teilnahmslos nebeneinander und beobachten, was sich so in ihr Blickfeld traut, aber irgendwann robben und krabbeln sie tatsächlich los und dann wird es interessant… :-)

Auch der Babymassagekurs war eine gute Entscheidung, die ich nur empfehlen kann. Wir haben die Babymassage nach Leboyer als Abendritual vor dem Schlafengehen eingeführt und unser Kleiner hat die Streicheleinheiten wirklich genossen. Mittlerweile hat das zwar ein wenig nachgelassen, denn auf dem Wickeltisch rumliegen ist ja auch wirklich doof, aber hin und wieder lässt er sich noch immer dafür begeistern. Die angeleiteten Massage-Einheiten fand unser Sonnenschein zwar nicht so prickelnd, aber wer will auch schon vormittags kurz nach dem Aufstehen gleich wieder ins Bett gebracht werden?

So eine Schwangerschaft und Geburt ist kein Pappenstiel und um die Figur und das Gewicht von vor der Schwangerschaft möglichst schnell wieder zu bekommen, wollte ich ein wenig mehr tun als nur zur Rückbildungsgymnastik zu gehen. Das war der Grund, weshalb ich an dem Kurs „Mama-Sport“ teilgenommen habe.
„Nenn mich Hantel, Mama!“ Gymnastikübungen für die Mama, bei denen das Kind mit eingebunden wird, so dass es nicht nötig ist, einen Babysitter zu suchen – das ist durchaus eine lohnenswerte Investition gewesen! Viele Übungen sind durchaus dazu geeignet, sie auch zu Hause zu machen … wenn man sich dazu aufraffen kann. Ich muss zugeben, dass ich mich dazu eher selten aufraffen konnte, aber meine kleine „Hantel“ hat sich zum Glück immer wieder mal bemerkbar gemacht.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig war für unser Küken das Element Wasser, doch durch das Babyschwimmen hat sich das ganz schnell geändert. In viel Wasser zu planschen hat unserem Kleinen recht bald gefallen und das Baden war ab diesem Zeitpunkt auch viel spannender und interessanter. Mittlerweile ist es nicht einmal mehr so schlimm, Wasser über den Kopf zu bekommen – bloß das Duschen ist ihm noch suspekt… Mit dem Schwimmen ist es jedoch wie mit vielen anderen Dingen: Alleine und ohne feste Termine macht man vieles nicht mehr und so schaffen wir es nicht so regelmäßig ins Schwimmbad zu gehen, wie wir eigentlich gerne würden. Ich glaube, ich muss das als festen Termin im Kalender eintragen, damit das klappt :-)

Ein weiterer, sehr schöner Kurs war der Kletterzwerge-Kurs der FISS Elternschule in Würzburg. Da gibt es im Übrigen ganz viele Dinge, die bestimmt interessant sind und Spaß machen – nur leider eben in Würzburg :-( Aber davon abgesehen hat es sich schon rentiert und unser Küken hat dort bei dem Kurs jede Menge ausprobieren können und dementsprechend auch gelernt, was er zu Hause auch direkt angewendet hat (z.B. Treppen hochkrabbeln oder unter irgendwas durchkriechen).

Nun sind wir beim Mutter-Kind-Turnen für Kinder im Alter von 1 – 3 Jahren. Unser Spatz ist dort mit Abstand der Jüngste und kann daher auch noch nicht alle Übungen mitmachen. Manches klappt mit meiner Hilfestellung, aber manchmal macht er auch einfach, was er will – was allerdings die älteren Kinder auch ab und zu noch machen und sich deshalb wohl nicht daran stören. Ihm scheint das Ganze auf jeden Fall Spaß zu machen und das ist die Hauptsache! Außerdem kann es ja nicht schaden, sich von den älteren Kindern etwas abzugucken. So läuft er jetzt daheim sogar schon ein paar Schritte rückwärts – aber das ist noch geheim! Mal sehen, wann er das mal öffentlich machen will, wenn nicht nur ich dabei zusehe :-)

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