Taufe 1.0

Als Mitglieder der evangelischen Kirche, in der wir uns gut aufgehoben fühlen, war es für uns gar keine Frage, ob wir unser Küken taufen lassen und unter den Schutz und Segen Gottes stellen. Es musste nur geklärt werden, wann, wo und in welchem Rahmen wir das Fest feiern wollen, bei dem der Kleine in unsere christliche Gemeinschaft aufgenommen werden sollte.

Nachdem wir 2009 schon geübt haben, in großem Rahmen mit 120 – 150 Leuten zu feiern, war es uns ein Leichtes, eine Tauffeier mit nur einem Viertel oder einem Drittel der Gäste auf die Beine zu stellen. Wir haben festgestellt, dass es sich anbietet, in dieser Reihenfolge vorzugehen :-)

1. Taufgespräch mit dem zuständigen Pfarrer
Vor dem Taufgespräch macht es natürlich Sinn, schon ein paar Gedanken an den Taufgottesdienst verschwendet zu haben: Wer übernimmt das Patenamt? Welche Termine sind möglich bzw. gehen überhaupt nicht? Gibt es Wünsche und Anregungen, die für den Ablauf des Gottesdienstes wichtig sind oder berücksichtigt werden sollen? Welchen Taufspruch soll das Kind bekommen? Wer kann den Gottesdienst mitgestalten und z.B. eine Fürbitte lesen?
Für die Taufe sind einige Unterlagen notwendig. Zum einen sollten die Eltern zum Taufgespräch die Geburtsurkunde „für religiöse Zwecke“ und das Familien-Stammbuch mitbringen; zum anderen benötigt die Kirchengemeinde in der Regel einen Patenschein, wenn der Pate/die Patin nicht aus derselben Gemeinde kommt. Des Weiteren wird ein Anmeldeformular für die Taufe ausgefüllt, auf dem ein paar Daten zu den Eltern und dem Paten/der Patin festgehalten werden.
Beim Taufgespräch geht es vor allem um den Termin sowie um den Ablauf des Gottesdienstes. Gemeinsam überlegen der Pfarrer und das Elternpaar, welches Thema die Taufpredigt aufgreifen soll (normalerweise nimmt diese Bezug auf den Taufspruch), welche Lieder gesungen werden, welche Elemente des Gottesdienstes die Eltern oder andere Angehörige übernehmen wollen und ob besondere Aktionen den Gottesdienst ergänzen können. Bei der Taufe unseres Sprösslings konnten die Gäste vor der eigentlichen Taufhandlung einen Wunsch für den Täufling nennen und ein paar Tropfen Wasser in eine Schale gießen. Bei der Taufe wurde der Kleine dann sozusagen mit unseren guten Wünschen überschüttet :-)

2. Auswahl einer geeigneten Örtlichkeit für die Tauffeier nach dem Gottesdienst
Wenn feststeht, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit der Taufgottesdienst stattfindet, dann kann man darüber nachdenken, wie der restliche Tag aussehen soll. Findet die Taufe im Hauptgottesdienst statt, kann anschließend beim Mittagessen weitergefeiert werden; wird der Nachwuchs an einem Nachmittag in einem eigenen Gottesdienst getauft, kann die Familie vorher miteinander zu Mittag essen und/oder im Anschluss an den Gottesdienst Kaffee & Kuchen anbieten. Bleibt noch die Frage, ob der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen soll oder ob es nicht irgendwann mal reicht ;-) Wenn diese Fragen beantwortet sind, ist nur noch zu entscheiden, ob man die Feier selbst auf die Beine stellen will bei sich zu Hause oder in einem Gemeindehaus oder ob es nicht stressfreier ist, in einer Gastwirtschaft oder einem Café zu feiern. Auch da gibt es meistens die Gelegenheit, selbst mitzugestalten und sich z.B. um  Kuchen und Tischschmuck zu kümmern.
Bei uns gab es einen eigenen Gottesdienst für die Taufe am Samstag nachmittag und wir begnügten uns bei der Feier auf Kaffee & Kuchen nach diesem, da ein Baby zwar viel schläft, aber den Rummel um sich herum natürlich trotzdem mitbekommt und irgendwann mal zur Ruhe kommen will. Den Blumenschmuck für die Tische sowie das Backen der Kuchen übernahmen wir selbst; mit heißen und kalten Getränken ließen wir uns vom Team des Würzburger Hofs versorgen.

3. Delegieren und Erledigen von Aufgaben
Natürlich können die Eltern des Täuflings nicht alle Arbeiten selbst übernehmen und es ist toll, wenn man auf die Hilfe von Familie und Freunden zurückgreifen kann. In der Praxis kann das so aussehen: Im Gottesdienst spricht die Patin einen Taufwunsch, die Familie liest die Fürbitten, eine künstlerisch begabte Tante gestaltet eine wunderschöne Taufkerze und bei der Feier engagiert man einen EJler als Fotograf, der eh den ganzen Tag nichts Besseres zu tun hat als zu fotografieren; die Großtante hat zufällig eine Gärtnerei und macht wunderschöne Tischgestecke und alle anderen, die noch nichts zu tun haben, aber etwas tun wollen, backen einen Kuchen. Und nachdem somit alle Aufgaben auf die vielen fleißigen, helfenden Hände verteilt sind, hat die Mama Zeit, ein Liedblatt für den Gottesdienst zu gestalten :-)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.