Hilfe, wir wachsen!!!

Das größte und schönste Geschenk, das man sich nur wünschen kann, ist eine eigene kleine Familie – und so haben wir uns natürlich riesig gefreut, als sich bei uns der zweite Nachwuchs angekündigt hat! Je näher der Geburtstermin rückte, desto größer wurde die Freude und die Spannung auf das Familienleben mit zwei kleinen Zwergen mit einem Altersabstand von nur 15 Monaten.
Wir beschäftigten uns mit Fragen wie „Was mache ich mit dem Großen, wenn ich den Kleinen stille?“ oder „Wie gehen wir mit der Eifersucht auf das kleine Geschwisterchen um?“ oder „Kann man das zweite Kind genauso lieb haben wie das erste?“ oder „Muss ich den Großen vernachlässigen?“ oder oder oder, doch zum Glück haben wir das nicht all zu intensiv getan – das wäre nämlich nur vertane Zeit gewesen!
Selbstverständlich kann man sich über solche und ähnliche Fragen viele Gedanken machen, doch planen lässt es sich sowieso nicht im Vornherein und dann ist es am einfachsten, sich den Kopf nicht schon vorher zu zerbrechen, sondern erst dann, wenn es nötig ist!

Eine große Umstellung ist es für ein Paar, wenn plötzlich ein Kind da ist, das den Alltag dominiert – und viele kleinere Umstellungen folgen, z.B. wenn das Kind anfängt, Brei zu essen oder auf einmal krabbeln und laufen kann. Dann ist es nämlich nötig, sich über Treppenschutzgitter, Steckdosensicherungen u.ä. Gedanken zu machen, und feste Essenszeiten mit größerem Zeitaufwand einzuplanen.
Letzteres ist allerdings nicht das Schlechteste, denn das hat sich auch positiv auf meine Ernährung ausgewirkt: Ich nehme mittlerweile ein Frühstück zu mir, esse vier bis fünf kleine Mahlzeiten und es gibt zu fast jeder Mahlzeit Obst oder Gemüse.
Diese kleineren Umstellungen passieren jedoch von ganz alleine und sind eigentlich nicht der Rede wert.

Das zweite Kind – und vermutlich auch noch folgende Kinder – bedeutet keine große Umstellung mehr, denn die Eltern haben sich an den Alltag mit Kind ja bereits gewöhnt.
Es ist zwar eine Tatsache, dass ein Baby nachts noch nicht durchschläft und man bzw. frau daher in der Nacht meistens mehrmals aufstehen muss und weniger Schlaf bekommt, doch ebenso ist es eine Tatsache, dass ein Baby tagsüber sehr viel schläft. Im Normalfall braucht auch ein Kleinkind noch einen Mittagsschlaf und da sollte es zu schaffen sein, dass sich die übernächtigte Mutter (oder vielleicht auch der übernächtigte Vater) am Tag mal ein Stündchen mit hinlegt. Die Stillzeit lässt sich gut als Kuschel-, Lese- oder Spielzeit nutzen, denn eine Hand ist ja immer frei. Eifersüchteleien gibt es bei uns fast gar nicht, denn dazu ist unser Großer einfach zu neugierig; er will nur immer dabei sein, damit er nichts verpasst :-)

Das einzige, worüber ich mir am Anfang wirklich viele Gedanken gemacht habe, war die Sorge, dass ich nicht allen beiden gerecht werden kann, doch ich kann alle Eltern beruhigen, die vielleicht dieselben Ängste haben! Auch wenn das erste Kind die Messlatte auf der „Beliebtheitsskala“ natürlich sehr hoch gehängt hat – das zweite (oder auch dritte, vierte, …) Kind steht dem in gar nichts nach! Sowohl Vater als auch Mutter haben ganz automatisch alle ihre Kinder gleich lieb – jedes Kind hat seine eigene Art und Weise, die Eltern „um den Finger zu wickeln“! Aus diesem Grund ist es auch besonders schwer, die folgende Lektion zu lernen: Wer mehr als ein Kind hat, hat trotzdem nicht mehr Körperteile. Deshalb muss man ein Kind auch einmal warten lassen und man muss damit rechnen, dass es u.U. weint und schreit, weil es das nicht kennt. Diesen Lernprozess müssen Eltern und Kinder gemeinsam durchmachen – und das zu lernen ist von „einfach“ ziemlich weit weg. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Es geht!!!
Und wer das Ganze mit Ruhe und Gelassenheit angeht und auf sich zukommen lässt, der hat nichts zu befürchten :-)

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