Buchtipp – Oje, ich wachse!

Heute möchte ich allen jungen Eltern (und denen, die es noch werden wollen) das Buch „Oje, ich wachse“ ans Herz legen. Ich selbst habe es zwar nur als Leihgabe im Besitz, aber nichtsdestotrotz finde ich es recht empfehlenswert. Natürlich wachsen Kinder auch ohne das Buch – unsere Küken wurden auch ohne das Buch groß -, doch v. a. beim ersten Kind tut es gut zu lesen, dass es zum einen „ganz normal“ ist, dass ein Kind mal mehr und mal weniger anstrengend ist, und zum anderen, dass es einen Grund hat, unleidlich zu sein ;-)

Das Buch „Oje, ich wachse!“ wurde von den Psychologen Dr. Hetty van de Rijt und Prof. Dr. Frans X. Plooij geschrieben. Viele Jahre erforschten die beiden die Beziehung zwischen Eltern und Baby. Bei ihren Beobachtungen und Untersuchungen stellten sie fest, dass alle Babys im selben Alter anders waren als sonst: weinerlicher, empfindlicher, anstrengender, … eben einfach schwieriger! Diese Phasen sind nicht nur für die Eltern, sondern auch für die Kleinen nicht ganz einfach; das Wachsen ist nun mal kein Zuckerschlecken … zumindest nicht immer!

Dass der Körper eines Kindes in Schüben wächst, ist allseits bekannt. Von einem Tag auf den anderen passen beispielsweise die ganzen Kleider nicht mehr und es muss die nächste Kleidungsgröße her. Auch die geistige Entwicklung erfolgt in Sprüngen. In den ersten 14 Lebensmonaten macht das Kleinstkind acht solche Entwicklungssprünge durch. Diese Sprünge sind weder für das Baby noch für die Eltern besonders angenehm. Dem Kind eröffnet sich mit einem Mal eine völlig neue Welt, mit der es fertig werden muss, und dementsprechend verstört ist es natürlich auch, womit die Eltern wiederum fertig werden müssen.
Das Buch bietet den Eltern Hilfestellung, Verständnis für den Nachwuchs und Vorschläge und Anregungen, um die Entwicklung zu unterstützen. Außerdem kann die Entwicklung des eigenen Kindes darin dokumentiert werden.
Auf die einzelnen Sprünge wird sehr ausführlich eingegangen. Stets wird beschrieben, woran erkennbar ist, dass sich der nächste Sprung ankündigt, zu welchen Fähigkeiten das Baby in dieser Zeit Zugang erhält, wie die Eltern die neuen Fertigkeiten des Kindes spielerisch fördern können und wann der Sprung geschafft ist. Dabei wird immer wieder auf folgendes hingewiesen: Ein Baby kann zum einen natürlich nicht alles auf einmal lernen, sondern setzt seine eigenen Schwerpunkte.  Zum anderen bedeutet der Zugang zu neuen Fähigkeiten nicht, dass es die Fertigkeiten sofort besitzt, sondern lediglich dass es die Möglichkeit hat, diese zu erlernen.
Nach 14 Monaten hört das Kind natürlich nicht auf, sich weiter zu entwickeln und zu wachsen, doch es hat nun Zugang zu allen Fähig- und Fertigkeiten, um sich in der Welt zurecht zu finden und kann das, was es bereits gelernt hat, weiter ausbilden und vertiefen.

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