Freizeitbeschäftigung, Teil 2 – Im Advent

Die Advents- und Weihnachtszeit ist die schönste Zeit des ganzen Jahres – ich liebe diese ruhige, beinah-stressfreie Zeit und das erklärt auch, wieso sogar ich Lust darauf bekomme, Fenster- und Raumdekoration zu basteln :-) Doch die Frage aller Fragen ist natürlich: Was können denn Kinder, die noch nicht mal im Kindergartenalter sind, schon groß basteln? Ich sag es euch: JEDE MENGE!!! Was wir in den vergangenen zwei Jahren während der Adventszeit alles gebastelt und gewerkelt haben … Ich weiß schon, dass Weihnachten gerade erst rum ist, aber nach Weihnachten ist vor Weihnachten und ich bin mir sicher, dass ganz viele auch in diesem und den nächsten Jahren wieder nach Bastelideen für Kinder in der Weihnachtszeit schauen. Abgesehen davon können manche Techniken ja auch für andere Basteleien genutzt werden, z. B. für Fasching, Frühling und Ostern, Sommer, … Da müssen dann u. U. nur die Motive abgeändert werden :-)

Unser erstes „Kreativangebot“ war eine Lichterstadt, die wir nicht nur als Deko, sondern auch als Adventskalender für die Kinder nutzen. Praktischerweise konnten wir dabei 24 leere Gläser, die wir sonst zum Container hätten bringen müssen, wiederverwerten :-) Die Gläser haben wir mit Kleister eingepinselt und mit Transparentpapier beklebt. Nach dem Trocknen bekam jedes „Glashaus“ ein Dach sowie Türen und Fenster. In der Adventszeit wird in jedes Häuschen ein befülltes Säckchen gestellt, das nach dem Öffnen durch ein brennendes Teelicht ersetzt wird. So hat man am 24. Dezember eine wunderschöne leuchtende Stadt im Zimmer stehen.
Nachdem wir das Pinseln und Kleistern bei der Lichterstadt schon geübt hatten, konnten wir damit auch gleich weitermachen und bastelten Glitzersterne. Dazu wird Kleister angerührt und mit Glitzerpulver in beliebigen Farben vermischt. Den glitzernden Kleister durfte unser Großer dann auf den auf Tonpapier aufgemalten Sternen verschmieren – sowohl mit dem Pinsel als auch mit den Fingern! Ausgeschnitten hab ich die Sterne erst im Nachhinein, damit nicht so viel daneben gehen konnte.
Mit einer abgeänderten Form der Murmeltechnik gestalteten wir unser eigenes Transparentpapier, das wir anschließend verwendeten, um Transparentengel als Fensterdeko zu basteln. Für die Murmeltechnik braucht es nicht viel: Es reicht eine leere Cappuccino-Dose, Butterbrotpapier, Murmeln und natürlich Farben. Das Butterbrotpapier wird auf die Größe der Dose zugeschnitten und dann rundum an die Innenwand gelegt. Danach werden die Murmeln in eine Farbe getaucht, in die Dose gelegt und nun kann die geschlossene Dose nach Lust und Laune geschüttelt werden – hoch und runter, hin und her und ruckizucki hat man ein schön eingefärbtes Butterbrotpapier, das nach dem Trocknen weiter verarbeitet werden kann.
Die Idee zu der nächsten Bastelei kam mir, als ich meinen Kindern beim Spielen mit unserer Motorikschleife zugesehen habe. (Dabei werden Perlen über einen dicken Draht von einer Seite zur anderen geschoben. Die Drähte sind natürlich nicht einfach so gebogen, sondern mal spiralförmig oder serpentinenartig geformt, was die Feinmotorik der Kinder schult – sofern diese nicht genervt aufgeben, wenn es nicht sofort klappt ;-) ) Ich formte aus einem relativ festen Draht weihnachtliche Motive (Engel, Stern, Glocke, …) und die Kinder durften darauf Perlen fädeln. Zum Schluss musste der Draht nur noch von mir miteinander verdreht werden, dass keine Perle herunterfällt.
Um die ach so lange Zeit vor Weihnachten auch wirklich voll zu bekommen, widmeten wir uns außerdem noch dem Projekt „selbstgemachte Christbaumkugeln“. Neben Kunststoffkugeln, Acrylfarben und Dekobändchen braucht es eigentlich nur Fantasie und Kreativität. Zuerst grundierte ich die Kugeln, um sie dann zusammen mit den Kindern zu marmorieren oder zu bemalen. Abschließend erhielt jede Kugel eine Deko-Schleife und konnte aufgehängt werden.
Geteilte Freude ist doppelte Freude – deshalb beschlossen wir, unsere gebastelten Werke an unsere Gäste an Weihnachten zu verschenken. Da wir uns eigentlich nichts gegenseitig schenken, mussten es Nicht-Geschenke werden und sollten deshalb auch nicht verpackt werden. Dennoch wollten wir es uns nicht nehmen lassen, Geschenkanhänger an die Geschenke zu machen. Wir legten weihnachtliche Backformen auf weißen Fotokarton und die Kinder bemalten (mit Buntstiften) das Papier innerhalb der Förmchen nach Lust und Laune mit bunten Linien und Kreisen. Die Formen wurden von mir hinterher ausgeschnitten und an die Nicht-Geschenke gebunden.

Neben Bastelaktionen standen selbstverständlich auch so Dinge wie Plätzchen backen oder Lebkuchenhaus verzieren auf dem Programm in der Adventszeit – so wie sich das gehört :-) Nein, man muss natürlich nicht alles mitmachen, nur weil „man das halt so macht“, aber wir hatten halt Lust darauf!

Da unser Gebasteltes natürlich während der Weihnachtszeit auch hängt, haben wir auch Bilder von allem – leider war es mit den Fotos während der Entstehungsphase nicht ganz so einfach. Da war ich nämlich meistens damit beschäftigt, aufzupassen, dass die Kinder mit ihren verschmierten Händen am Tisch bleiben ;-) Aber die Fotos, die ich gemacht habe, will ich euch natürlich nicht vorenthalten!

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