Solo – DAS Rezept für ein Spielvergnügen der besonderen Art

Ein Spielvergnügen für Groß und Klein – geeignet für Familien und Freunde!

Zutaten für Solo

Zutaten:

– mind. 2, besser mehr spielbegeisterte Personen
– 72 Farbkarten, jeweils zwei Kartensätze von 1 – 9 in vier verschiedenen Farben
– 28 farbige Aktionskarten
– 12 schwarze Aktionskarten
– 1 Spielunterlage (Tisch, Teppich, Boden, …)

Suchen Sie zuerst eine Spielunterlage und platzieren Sie diese gegebenenfalls an einem geeigneten Ort, an dem Sie niemanden mit Ihrem ausgelassenen Gelächter beim Genuss von Solo stören könnten. Dekorieren Sie die Spielunterlage anschließend mit allen Spielefreaks, die Sie finden können und die Ihnen lieb sind. Besonders nett sieht es aus, wenn diese um die Spielmitte herum drapiert werden.

 

Als nächstes werden die Farb- und Aktionskarten in einen nicht vorgewärmten Topf gegeben und gut miteinander vermengt.

Solo im Topf

Fügen Sie ganz nach Belieben noch eine Messerspitze Reaktionsvermögen hinzu und würzen Sie das Ganze mit einer Prise Kartenglück, um einen vortrefflichen Geschmack zu erzielen. Achten Sie beim Abschmecken außerdem darauf, eine Hand voll Spaß pro Spieler mit einzurühren.

Solo, gewürzt

Sind alle Zutaten im Topf, wird noch ein letztes Mal gerührt und dann kann das Gemisch an die Spieler verteilt werden; Teller braucht es nicht, zwei freie Hände reichen völlig aus! Jeder Mitspieler erhält eine gleich große Portion, bestehend aus acht gewürzten Karten. Der Rest wird für den späteren Nachschlag in die Spielmitte gestellt.
Fertig ist der Leckerbissen für Groß und Klein – und jetzt geht der Spaß erst richtig los …

Das Spielprinzip bei Solo ist relativ einfach: In der Mitte liegt zu Beginn der verdeckte Nachziehstapel, von dem eine Karte aufgedeckt wird. Wer an der Reihe ist, legt auf den offenen Stapel eine passende Karte. Eine passende Karte ist eine Karte, die die gleiche Farbe, die gleiche Zahl oder das gleiche Aktionskarten-Symbol zeigt wie die oberste Karte. Was ebenfalls immer passt, ist eine schwarze Aktionskarte. Kann oder will jemand keine Karte spielen, muss eine Karte vom Zugstapel genommen werden, die gleich gespielt werden kann. Vor dem Ablegen der vorletzten Karte, muss deutlich „Solo“ gesagt werden – sozusagen als Ankündigung und Warnung, dass das Spiel nun bald zuEnde ist, wenn keiner was dagegen unternimmt ;-) Das Spiel endet, sobald ein Spieler seine letzte Karte legen konnte. Die übrigen Spieler zählen nun die Punkte der Karten, die sie noch auf der Hand haben und schreiben diese als Minuspunkte auf. Nach mehreren Runden bzw. wenn ein Spieler mehr als 500 Minuspunkte hat, gewinnt der Spieler mit den wenigsten Punkten.

Klingt einfach, ist einfach … wären da nicht noch diese Aktionskarten sowie eine weitere Sonderregelung. Die Aktionskarten können einem helfen, aber sie können einem auch einen ganz schönen Strich durch die Rechnungen machen. Mal muss man aussetzen oder Karten ziehen, ein anderes Mal seine Karten abgeben oder durch einen unvorhergesehen Richtungswechsel kommt man plötzlich nicht an die Reihe, um seine Kartenhand zu verringern. Allerdings darf man sich schon auch mal eine Farbe seiner Wahl wünschen oder es werden reihum Karten getauscht, so dass jeder nun mit völlig neuen Karten spielen muss/darf. Außerdem bereitet es natürlich allen Mitspielenden ein diebisches Vergnügen, den anderen ein klein wenig zu ärgern, was ja auch den positiven Nebeneffekt haben kann, dass man selbst weniger Karten hat wie die anderen. Eine weitere Möglichkeit, Karten loszuwerden, ist die Regel des Zwischenwerfens: Hat ein Spieler genau dieselbe Karte auf der Hand wie auf dem offenen Stapel, darf er diese sofort auf den Stapel werfen – ob er dran ist oder nicht. Danach ist der nächste Spieler nach dem Zwischenwerfer an der Reihe.
Klingt einfach, ist einfach – vor allem ist es einfach lustig und macht Spaß!

Solo ist ein Familienkartenspiel von Amigo Spiele für 2 – 10 Personen ab 6 Jahren; eine Runde dauert ca. 30 Minuten. Doch in den seltensten Fällen wird es bei einer Runde bleiben! Wir haben das Spiel sowohl in Familie als auch im Freundeskreis bereits sehr erfolgreich „getestet“; langweilig wurde es da niemandem … Je nachdem, ob wir mit großen oder mit kleinen Kindern gespielt haben, haben wir Regeln weggelassen oder leicht abgeändert, so dass wirklich jeder diesen Spieleklassiker genießen konnte und es natürlich auch getan hat.
Solo ist ein Spiel, das in keiner Familienspielesammlung fehlen sollte und macht sich auch in Kindergärten und Schulen nicht schlecht zur Förderung verschiedenster Fähigkeiten wie Farb- und Zahlenkenntnis oder Frustrationstoleranz (um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen). Wer also noch auf der Suche nach einem kleinen Mitbringsel in der Advents- und Weihnachtszeit ist oder die besinnliche Zeit nutzen will, mit seinen Liebsten zusammen bei einem guten Spiel zu sitzen, sollte sich Solo auf dem schnellsten Weg besorgen!

Familienurlaub – Die Zweite

Unseren ersten Familienurlaub verbrachten wir im letzten Jahr im Zillertal, zusammen mit dem Opa und dessen Partnerin. Das erwies sich als ungemein praktisch, vor allem beim Essen – denn da hatten wir auch mal die Möglichkeit, uns selbst in Ruhe am Buffett zu bedienen und uns beim Essen nicht ständig um die Kinder kümmern zu müssen. Die Kinder fanden es toll, dass sie direkt nach dem Aufstehen den Opa besuchen konnten, wobei das um 6.30 Uhr noch gar nicht so erwünscht war ;-) Die gemeinsamen Unternehmungen waren auch unterhaltsam und entspannt, denn acht Augen sehen mehr als vier, und auch das Hotel hatte mit dem Spielzimmer und Schwimmbecken im Haus sowie dem Spielplatz im Garten schöne Freizeitgestaltungsmöglichkeiten geboten.

Durch Bekannte wurden wir nach unserem Urlaub auf die Kolping-Familienhäuser aufmerksam gemacht und haben uns in diesem Jahr für das Ferienhaus Lambach im Bayerischen Wald entschieden, das jungen Familien eine Woche Urlaub zu einem unschlagbaren Preis anbietet. Dieses Angebot konnten wir beim besten Willen nicht ablehnen! Natürlich klingt es gar nicht mal so sehr nach einem aufregenden Urlaub, wenn man „nur“ in den Bayerischen Wald fährt (zumal andere Familien mit ihren Kindern nach Italien, Kroatien oder Griechenland fahren bzw. fliegen), doch für unsere Kinder war es durchaus aufregend – und auch für uns war es ein Erlebnis!

Wir hatten eine Fahrzeit von ca. 3 Stunden geplant, tatsächlich waren wir dann vier Stunden unterwegs – schließlich wollen die Kinder sich zwischendurch mal bewegen, wenn sie schon nicht schlafen. Nachdem die Kids nicht lange geschlafen hatten, war die Fahrzeit schon sehr angenehm, sonst hätten wir uns wohl mit quengeligen Kindern rumärgern dürfen. Im Ferienhaus wurden wir gleich freundlich empfangen und bekamen das Wichtigste erklärt (z. B. wann die Verpflegungszeiten sind und wo man tagsüber Kaffee bekommt). Danach gingen wir auf unser Zimmer und waren entsetzt: kein Empfang, kein Fernseher, keine schöne Dusche, kein schönes WC – und dann erst die Lichtschalter (gell Ingo ;-) )! Na gut, dachten wir uns, eine Woche wird das schon gehen und zum Duschen gehen wir halt ins Schwimmbad im Ort … Beim Abendessen trösteten wir uns damit, dass es hier niemanden stört, dass die Kinder laut sind, denn die anderen Kinder sind es ja auch, dass die Kinder nach dem Essen einfach aufstehen und in der Spielecke oder im Garten spielen und dass wir mit dem W-Lan zumindest ins Internet können und nicht ganz von der Außenwelt abgeschnitten sind. Leider war diese Hoffnung unbegründet: Das W-Lan auf unserem Zimmer war gar nicht mal so gut und wir flogen ständig wieder raus. Nur gut, dass wir eh nicht die ganze Zeit im Zimmer sitzen, sondern die Abende in den Aufenthaltsbereichen (Terrasse, Bierstüberl) mit anderen Eltern verbringen wollten. Diese Gelegenheit bekamen wir aber auch nicht, denn die Reichweite unseres Babyfons ging nur bis ins Lesezimmer und dahin verlief sich eigentlich keiner. Also gut, dann bleiben wir eben doch im Zimmer und sehen fern – ach nee, Fernseher gabs ja nicht … Um den ersten Schock zu verdauen, sind wir am ersten Abend einfach bald ins Bett und fanden uns damit ab, dass Urlaub im Bayerischen Wald sich nicht nur wenig aufregend anhört, sondern in der Tat auch wenig aufregend ist.

Wer jetzt aber meint, dass wir einen ganz furchtbar schrecklichen Urlaub hatten, täuscht sich gewaltig, denn es konnte ja nach unserem ersten Eindruck nur noch besser werden – und es wurde besser, viel besser! Ab dem zweiten Tag funktionierte das W-Lan und dank der zahlreichen Spielmöglichkeiten im Haus und im Freien hatten wir zwei zufriedene und ausgeglichene Kinder, die noch ganz lange im Urlaub bleiben wollten – und wenn die Kinder zufrieden sind, sind es meistens auch die Eltern :-)
Da das Ferienhaus 4 km vom nächsten Ort entfernt und von Wald und Wiesen umgeben ist, konnten die Kinder auch mal „unbeaufsichtigt“ im Garten spielen, wenn wir noch im Speisesaal (mit Blick nach draußen) beim Essen waren. Im Garten gab es einen Sandkasten, etwas zum Klettern, ein Piratenschiff, ein Baumhaus, eine Minigolf-Anlage, Bobbycars und noch vieles mehr, was die Kinder ausreichend lange beschäftigt hat, damit wir in Ruhe zu Ende essen konnten. Und das Essen war wirklich super! Es gab bei jeder Mahlzeit ein reichhaltiges und abwechlungsreiches Buffet für Groß und Klein; da wurde jeder Geschmack befriedigt. Auf dem Weg zu unserem Zimmer legten wir meistens im Spielzimmer mit Bällebad, Kinderküche, Werkbank, etc. einen Zwischenstopp ein, um dann zum nächsten Aufzug weiter zu gehen. Die Aufzüge waren das Highlight schlechthin und manchmal waren sie das beste Lockmittel, um die Kinder zu dem langen Weg vom Nebengebäude zum Haupthaus zu überreden. Noch ein Highlight war der Weg vom Aufzug ins Zimmer, denn da konnte man an jeder Tür aufs Neue überlegen, ob das nun schon unsere ist oder nicht. Doch nach ein, zwei Tagen haben die beiden sich dann auch gemerkt, dass die Tür beim Pferdebild unsere Zimmertür ist. In direkter Nachbarschaft zu unserem Zimmer befand sich die Sporthalle sowie ein zweiter Spielplatz mit Seilbahn und Rutsche, doch die Woche war so schnell vorbei, dass wir gar keine Zeit hatten, diese Orte ausgiebig zu testen. Das müssen wir wohl im nächsten Jahr nachholen …
Wären wir eine Woche lang nur in Lambach geblieben, hätte die Zeit selbstverständlich gereicht, um alle Freizeitaktivitäten des Hauses kennen zu lernen und auch den hauseigenen Kindergarten öfters zu besuchen, doch wir wollten ja auch etwas sehen und der Bayerische Wald bietet so viele Ausflugsziele, dass wir quasi ständig unterwegs waren. Die Kinder brauchen wahrscheinlich nach unserem Urlaub noch eine Woche Urlaub :-) Ein paar Ausflüge unternahmen wir auf eigene Faust, andere Ausflüge wurden vom Haus angeboten und begleitet. Diese hatten familienfreundliche Preise und boten außerdem die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam wanderten wir zu den Einödhöfen und legten dabei eine Strecke von ca. 1500 Längen- und 300 Höhenmetern zurück, besuchten die Further Erlebniswelt Flederwisch, machten einen Ausflug zum Klangweg in Neukirchen und fuhren nach Bayerisch Eisenstein ins Localbahnmuseum sowie an den Großen Arbersee zum Tretbootfahren. Einige dieser Ausflüge sind mit Sicherheit noch ein zweites oder drittes Mal für unsere Kinder interessant und ein paar andere Ausflüge haben wir mangels Zeit gar nicht machen können. Diese müssen wir wohl im nächsten Jahr nachholen …
Den Schock vom ersten Abend haben wir recht schnell verkraftet und die meisten Mängel machten den Urlaub gar nicht so mangelhaft wie zuerst angenommen. Zwar wäre ein bisschen Handyempfang im Haus ganz nett gewesen, aber da wir oft genug irgendwo unterwegs waren, wo wir Empfang hatten, war es nicht ganz so dramatisch. Klo und Dusche waren jetzt nicht gerade schön, aber sie waren sauber und erfüllten ihren Zweck – was will man mehr?! Den fehlenden Fernseher konnten wir mit Lesen, Häkeln und Internetten ausgleichen – wobei wir am Abend meistens genauso platt waren wie die Kinder und nur noch schlafen wollten, was auch das Babyfon-Problem gelöst hat :-) Die Sache mit dem schönen Bad und dem Nutzen der Aufenthaltsbereiche müssen wir im nächsten Jahr noch machen … da lassen wir uns nämlich im Haupthaus unterbringen ;-)

Man kann natürlich seinen Urlaub im Ausland verbringen und viel Zeit auf der Strecke lassen; man kann aber auch in den Bayerischen Wald fahren und dort eine tolle, erlebnisreiche Zeit verbringen – das Kolping-Familienhaus Lambach können wir guten Gewissens an befreundete Familien empfehlen :-)

PS: Fotos vom Haus haben wir leider wenig gemacht, doch da gibt es genügend auf der Internetseite http://kolpinghaus-lambach.de/. Über mögliche Ausflugsziele werden wir noch separat berichten und da folgen dann auch schöne Urlaubsbilder :-)

Tipps zum Basteln mit Kleinkindern

Damit sowohl Eltern als auch Kinder Freude am gemeinsamen Tun haben, habe ich ein paar Tipps zusammengestellt, wie das Basteln mit kleinen Kindern gut gelingen kann.

 

Wichtige Tipps für das Basteln mit Kleinkindern:

1. Nimm dir Zeit!
„Komm, ich hab grad mal ne viertel Stunde Zeit, lass uns was basteln!“ NEIN!!! So wird das mit dem entspannten und stressfreien Basteln nichts. Zum einen braucht es Zeit zum Vor- und Nachbereiten; und zum anderen können/wollen Kinder vielleicht nicht auf Befehl loslegen. Gerade kleine Kinder brauchen auch viel Zeit, um sich alles genau anzusehen – und wenn man dann unter Zeitdruck steht und den Kindern nicht die nötige Zeit lässt, dann macht das Kreativ-Werden keinem der Beteiligten Spaß!

2. Stelle alle notwendigen Materialien bereit!
Vorbereitung ist alles! Also überlegt euch gut, welche Utensilien ihr zum Basteln und Werkeln benötigt und richtet den Arbeitsplatz her. Dabei sollte man darauf achten, dass die Materialien, die nicht direkt in Kinderhände gelangen sollen, eher in der Tischmitte außer Reichweite stehen. Dann kann zur Not auch noch etwas Vergessenes geholt werden, ohne dass Gefahr besteht, beim Zurückkommen eine farbige Eckbank vorzufinden ;-) Zum Vorbereiten zählen auch folgende Dinge: Acrylfarben aus Tuben in Becher umfüllen, Kleister anrühren, Butterbrotpapier zuschneiden, Transparentpapierschnipsel machen, Sterne aufmalen, … Denn wer mit diesen Arbeiten erst anfängt, wenn das Kind daneben sitzt und anfangen will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er an diesem Tag nicht zum Basteln kommt!

3. Sei Vorbild!
Willst du mit deinen Kindern basteln, dann kannst du nicht davon ausgehen, dass diese alleine basteln und du nur zuschauen kannst; du bastelst MIT deinen Kindern! Das heißt zum einen, dass das Kind merken sollte, dir macht die Beschäftigung Spaß – so kann sich die Freude am Kreativen Gestalten auf das Kind übertragen. Zum anderen wirst du so einiges selbst machen müssen, weil das Kind motorisch noch nicht so weit ist, bestimmte Dinge zu können. Also stell dir vorab die Frage, ob du dazu bereit bist, Dinge selbst fertig zu stellen oder teilweise Bastelarbeiten zu übernehmen ;-)

4. Hab Geduld!
Wer mit Kleinkindern bastelt, sollte sich bewusst machen, dass ein Kind u. U. ein wenig Vorlaufzeit braucht, bevor es dazu bereit ist, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.  Zunächst braucht das Kind Gelegenheit, das Material kennen zu lernen und auszuprobieren. Vielleicht hat das Kind nach dem Kennenlernen und Ausprobieren nicht gleich Lust, weiter mit dem Material zu werkeln, sondern will wieder spielen. Dann ist es wichtig, nicht die Geduld zu verlieren, weil man alles hergeräumt hat und nun doch nichts geschafft hat! Die ganzen Materialien kann man in einer Kiste verstauen und wegstellen, um sie vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu holen, wenn das Kind damit basteln will.

5. Mach im richtigen Moment Schluss!
Wir alle kennen den Spruch: „Hör auf, wenn es am schönsten ist!“ Hört sich vielleicht blöd an, aber es ist etwas Wahres dran und dieses Motto gilt für jede Art von Beschäftigung mit Kindern. Je nach Alter kann sich ein Kind kürzer oder länger mit einem Angebot beschäftigen. Wenn ein 2-jähriges Kind 10 Minuten bei einer Sache bleibt, dann hat es schon viel geleistet und es ist völlig in Ordnung, wenn es dann wieder zum Spielen übergeht. (Ältere Kinder halten unter Umständen – je nachdem, wie gerne sie basteln – auch länger durch.) Natürlich darf ein Kind, wenn es wirklich noch viel Spaß an der Arbeit mit dem Material hat, auch noch länger basteln, doch wenn ein Kind nicht mehr basteln möchte, sollte man es keinesfalls dazu zwingen. Sinn macht es jedoch, mit dem Kind die Abmachung zu treffen: „Wir machen jetzt noch diese eine Kugel fertig, die wir angefangen haben, und dann kannst du weiterspielen.“ Auch jüngere Kinder schaffen es, sich an solche Absprachen zu halten – und es ist außerdem ratsam, Kindern möglichst frühzeitig beizubringen, dass man nicht alles stehen und liegen lassen kann, wenn die Motivation allmählich nachlässt. Sollte man den Punkt, an dem es am schönsten ist, allerdings schon laaange verpasst haben, dann ist es auch okay, das Kind gleich aufstehen zu lassen, bevor es sich niemals mehr zum Basteln überreden lassen will ;-)

6. Schaff wieder Ordnung!
Das Basteln ist nicht damit beendet, wieder zur Tagesordnung über zu gehen; fertig ist man dann, wenn die ganzen Bastelutensilien wieder aufgeräumt sind. Es mag Erwachsene haben, die im größten Chaos den Überblick behalten (und selbst das wag ich zu bezweifeln), doch ein Kind kann das mit ganz großer Sicherheit nicht. Natürlich sind Kinder nicht von Natur aus ordentlich; sie müssen es lernen. Deshalb ist das Aufräumen ein ganz wichtiger Bestandteil nach jeder Aktivität. Das erste, was nach dem Basteln, in Ordnung gebracht und sauber gemacht wird, sollte das Kind sein, bevor es Kleister oder Farbe fröhlich an Spielsachen, Sofas und Wänden verteilt. Danach ist der Arbeitsplatz an der Reihe. Bei manchen Aufräumarbeiten kann das Kind mit einbezogen werden, z. B. Papierschnipsel vom Boden aufheben oder Pinsel (evtl. in Küchentuch eingewickelt) zum Waschbecken tragen. Wenn das Kind nicht mithelfen kann, dann kann es auch einfach nur ein wenig zuschauen, um zu sehen, dass auch Erwachsene aufräumen müssen und wie etwas richtig aufgeräumt wird. Sollte mal die Zeit fehlen zum Aufräumen oder recht knapp werden, können die Materialien auch erst einmal in einer Kiste verstaut und weggestellt werden, damit die Ordnung wieder erkennbar ist. Doch sollte diese Kiste nicht vergessen werden, wenn sie oben auf dem Schrank verstaut wurde … ;-)

Freizeitbeschäftigung, Teil 2 – Im Advent

Die Advents- und Weihnachtszeit ist die schönste Zeit des ganzen Jahres – ich liebe diese ruhige, beinah-stressfreie Zeit und das erklärt auch, wieso sogar ich Lust darauf bekomme, Fenster- und Raumdekoration zu basteln :-) Doch die Frage aller Fragen ist natürlich: Was können denn Kinder, die noch nicht mal im Kindergartenalter sind, schon groß basteln? Ich sag es euch: JEDE MENGE!!! Was wir in den vergangenen zwei Jahren während der Adventszeit alles gebastelt und gewerkelt haben … Ich weiß schon, dass Weihnachten gerade erst rum ist, aber nach Weihnachten ist vor Weihnachten und ich bin mir sicher, dass ganz viele auch in diesem und den nächsten Jahren wieder nach Bastelideen für Kinder in der Weihnachtszeit schauen. Abgesehen davon können manche Techniken ja auch für andere Basteleien genutzt werden, z. B. für Fasching, Frühling und Ostern, Sommer, … Da müssen dann u. U. nur die Motive abgeändert werden :-)

Unser erstes „Kreativangebot“ war eine Lichterstadt, die wir nicht nur als Deko, sondern auch als Adventskalender für die Kinder nutzen. Praktischerweise konnten wir dabei 24 leere Gläser, die wir sonst zum Container hätten bringen müssen, wiederverwerten :-) Die Gläser haben wir mit Kleister eingepinselt und mit Transparentpapier beklebt. Nach dem Trocknen bekam jedes „Glashaus“ ein Dach sowie Türen und Fenster. In der Adventszeit wird in jedes Häuschen ein befülltes Säckchen gestellt, das nach dem Öffnen durch ein brennendes Teelicht ersetzt wird. So hat man am 24. Dezember eine wunderschöne leuchtende Stadt im Zimmer stehen.
Nachdem wir das Pinseln und Kleistern bei der Lichterstadt schon geübt hatten, konnten wir damit auch gleich weitermachen und bastelten Glitzersterne. Dazu wird Kleister angerührt und mit Glitzerpulver in beliebigen Farben vermischt. Den glitzernden Kleister durfte unser Großer dann auf den auf Tonpapier aufgemalten Sternen verschmieren – sowohl mit dem Pinsel als auch mit den Fingern! Ausgeschnitten hab ich die Sterne erst im Nachhinein, damit nicht so viel daneben gehen konnte.
Mit einer abgeänderten Form der Murmeltechnik gestalteten wir unser eigenes Transparentpapier, das wir anschließend verwendeten, um Transparentengel als Fensterdeko zu basteln. Für die Murmeltechnik braucht es nicht viel: Es reicht eine leere Cappuccino-Dose, Butterbrotpapier, Murmeln und natürlich Farben. Das Butterbrotpapier wird auf die Größe der Dose zugeschnitten und dann rundum an die Innenwand gelegt. Danach werden die Murmeln in eine Farbe getaucht, in die Dose gelegt und nun kann die geschlossene Dose nach Lust und Laune geschüttelt werden – hoch und runter, hin und her und ruckizucki hat man ein schön eingefärbtes Butterbrotpapier, das nach dem Trocknen weiter verarbeitet werden kann.
Die Idee zu der nächsten Bastelei kam mir, als ich meinen Kindern beim Spielen mit unserer Motorikschleife zugesehen habe. (Dabei werden Perlen über einen dicken Draht von einer Seite zur anderen geschoben. Die Drähte sind natürlich nicht einfach so gebogen, sondern mal spiralförmig oder serpentinenartig geformt, was die Feinmotorik der Kinder schult – sofern diese nicht genervt aufgeben, wenn es nicht sofort klappt ;-) ) Ich formte aus einem relativ festen Draht weihnachtliche Motive (Engel, Stern, Glocke, …) und die Kinder durften darauf Perlen fädeln. Zum Schluss musste der Draht nur noch von mir miteinander verdreht werden, dass keine Perle herunterfällt.
Um die ach so lange Zeit vor Weihnachten auch wirklich voll zu bekommen, widmeten wir uns außerdem noch dem Projekt „selbstgemachte Christbaumkugeln“. Neben Kunststoffkugeln, Acrylfarben und Dekobändchen braucht es eigentlich nur Fantasie und Kreativität. Zuerst grundierte ich die Kugeln, um sie dann zusammen mit den Kindern zu marmorieren oder zu bemalen. Abschließend erhielt jede Kugel eine Deko-Schleife und konnte aufgehängt werden.
Geteilte Freude ist doppelte Freude – deshalb beschlossen wir, unsere gebastelten Werke an unsere Gäste an Weihnachten zu verschenken. Da wir uns eigentlich nichts gegenseitig schenken, mussten es Nicht-Geschenke werden und sollten deshalb auch nicht verpackt werden. Dennoch wollten wir es uns nicht nehmen lassen, Geschenkanhänger an die Geschenke zu machen. Wir legten weihnachtliche Backformen auf weißen Fotokarton und die Kinder bemalten (mit Buntstiften) das Papier innerhalb der Förmchen nach Lust und Laune mit bunten Linien und Kreisen. Die Formen wurden von mir hinterher ausgeschnitten und an die Nicht-Geschenke gebunden.

Neben Bastelaktionen standen selbstverständlich auch so Dinge wie Plätzchen backen oder Lebkuchenhaus verzieren auf dem Programm in der Adventszeit – so wie sich das gehört :-) Nein, man muss natürlich nicht alles mitmachen, nur weil „man das halt so macht“, aber wir hatten halt Lust darauf!

Da unser Gebasteltes natürlich während der Weihnachtszeit auch hängt, haben wir auch Bilder von allem – leider war es mit den Fotos während der Entstehungsphase nicht ganz so einfach. Da war ich nämlich meistens damit beschäftigt, aufzupassen, dass die Kinder mit ihren verschmierten Händen am Tisch bleiben ;-) Aber die Fotos, die ich gemacht habe, will ich euch natürlich nicht vorenthalten!

Spieltipp – Speed Cups


Wer kennt sie nicht, die Kartenspiele vom Amigo Spieleverlag?! Wizard, Bohnanza, 6 Nimmt! und allen voran natürlich das actionreiche Partyspiel Halli Galli, das für jede Menge Spielspaß bei Groß und Klein sorgt!
Seit mehr als 30 Jahren begeistert Amigo Spiele die Spieler-Gemeinschaft vor allem mit seinen Kinder- und Familienspielen; 1998 wurde das Familien-Brettspiel Elfenland sogar mit dem Titel Spiel des Jahres ausgezeichnet. Doch auch tolle Spiele für Erwachsene wie zum Beispiel Patrizier, Privacy oder Atlantis sowie die Sammelkartenspiele Magic, Pokémon und Yu-Gi-Oh! kommen aus dem Hause des erfolgreichen Spieleverlags.

speedcups1Jahr für Jahr erwartet die Fan-Gemeinde auf den Spielemessen tolle Spiele – und in diesem Jahr können sich kleine, aber auch große Spieler auf das Actionspiel Speed Cups freuen, das ab September im Handel erhältlich ist!
Tiefstapeln kann jeder, doch um bei Speed Cups erfolgreich zu sein, sollten die Spieler ein Talent für das Hochstapeln haben. Zwei bis vier Spieler ab sechs Jahren können bei dem Familienspiel ihre Schnelligkeit und Auffassungsgabe unter Beweis stellen.

Als unser Großer (2,5 Jahre) das Spiel in unseren Händen sah, konnte er es gar nicht abwarten, es auszupacken und auszuprobieren. Diesen Wunsch konnte ich natürlich nur zu gut nachvollziehen und so öffneten wir die Verpackung und spielten los.
Für mich als Mama, Erzieherin und langjährige Freizeitmitarbeiterin gibt es kein besseres Familienspiel als eines, das sich von selbst erklärt und ohne Probleme in einer vereinfachten Variante gespielt werden kann. Speed Cups erfüllt diese beiden Kriterien auf alle Fälle! Wer die Aufgabenkarten, die Becher und die Glocke aus der Schachtel genommen hat, kann sich ganz schnell zusammenreimen, dass jetzt Speed Stacking angesagt ist (obwohl man die Becher auch in aller Seelenruhe übereinander- oder nebeneinander aufbauen könnte …)! 

speedcups3Sobald jeder Spieler einen Satz Becher in fünf verschiedenen Farben vor sich stehen hat und die Aufgabenkarten gemischt sind, kann es losgehen. Die oberste Karte wird umgedreht; sie gibt vor, ob die Cups übereinander gestapelt oder nebeneinander aufgestellt werden müssen. Außerdem geben sie die Farbreihenfolge vor, die die Spieler einzuhalten haben. Alle Spieler agieren gleichzeitig und wer als erstes mit dem Becher stapeln fertig ist, darf auf die Glocke hauen. Hat der Spieler die richtige Reihenfolge, erhält er die Karte vom Stapel als Siegpunkt. Sobald alle Aufgabenkarten verteilt sind, wird der Gewinner ermittelt.

In dem folgenden Video präsentieren wir euch das Spielmaterial, das große und kleine Kinder ganz von selbst zum Spielen einlädt, und hoffen, dass wir euch einen kleinen Eindruck von dem Spielspaß vermitteln können, der uns bei unseren ersten Spielrunden gleich in den Bann gezogen hat.

Wer nun allerdings denkt, dass Speed Cups nur für Familien mit Kindern geeignet ist, der sollte sich mal bei unserem Spieletreff blicken lassen, der fast ausschließlich aus Vielspielern mit Vorliebe für Strategiespiele besteht. In dieser Runde haben wir Speed Cups zum ersten Mal getestet und müssen nun mit den Konsequenzen leben: Speed Cups darf in unserer Spielesammlung für den Spieletreff keinesfalls fehlen, denn es kommt bestimmt als schnelles Einstiegsspiel oder als unterhaltsame Abwechslung zwischen zwei großen Spielen immer wieder auf den Tisch :-)

speedcups2

Spielplätze im Test

Bevor ich Kinder hatte, bin ich nicht jeden Tag eine Stunde spazieren gegangen – das erschien mir als Verschwendung meiner wertvollen Zeit. Doch da ich irgendwann mal davon gehört hab, dass frische Luft für Kinder gar nicht so schädlich sein soll, gehört der Spaziergang ab dem 04. März 2011 zu meinem Alltag. Und man mag es kaum glauben, aber eine Frischluftphase am Tag ist nicht mal für Erwachsene schädlich ;-)

Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, da wird es den Kindern zu doof, nur im Kinderwagen zu liegen oder zu sitzen und sich alles nur anzusehen; Kinder wollen sich bewegen! Den Kindern das Rädchen-Fahren schmackhaft zu machen, ist eine Möglichkeit, ihrem Bewegungsdrang nachzukommen; doch es gibt auch noch eine andere mit Namen SPIELPLATZ! Diese Alternative hat außerdem den Vorteil, dass man als Mutter oder Vater nicht ununterbrochen laufen muss, sondern sich auch mal hinsetzen und Pause machen kann :-)

Allerdings ist Spielplatz nicht gleich Spielplatz. Es gibt Spielplätze, auf denen große Kinder auf ihre Kosten kommen, und es gibt Spielplätze, auf denen sogar Kinder unter 3 Jahren spielen können! Kleine Kinder sind ja zum Glück gar nicht so anspruchsvoll und es reicht ihnen auch, wenn sie Sand oder Steinchen von einem Becher in den anderen schütten können, aber sobald sie sich wirklich mal vorwärts bewegen können, dann sollten sie auch die Möglichkeit haben, zu rutschen oder ein Klettergerüst zu erklimmen.

Um anderen Eltern ein wenig Arbeit bei der Suche nach einem geeigneten Spielplatz abzunehmen, haben wir uns entschlossen, nach und nach Spielplätze in Kitzingen und Umgebung auszuprobieren und auf ihre Spieltauglichkeit speziell für Kinder im Alter von 0-3 Jahren zu überprüfen. Unsere „Testergebnisse“ teilen wir gerne mit euch und geben sie hier bekannt :-)

 

 

Kitzingen-Siedlung, Kleistplatz
Unsere Empfehlung:
Geeignet für Kinder ab 1 Jahr

Auf diesem Spielplatz ist sowohl den großen als auch den kleinen Kindern etwas geboten. Der extra angelegte Kleinkindbereich ist eingezäunt und hält viele Möglichkeiten zum Spielen für die Kleinsten bereit. Schon 1-jährige Kinder können durch den Kriechtunnel krabbeln, sich an den Wänden des Kletterhauses hochziehen und auch die Treppe zur Rutsche erklimmen. Kinder ab 2 Jahren brauchen auf dem Kleinkindspielplatz keinerlei Hilfestellung und wenn sie etwas größere Herausforderungen suchen, dann schaffen sie es auch problemlos, auf das große Klettergerüst zu gelangen. Und wenn ich mir die Kinder meines Schwagers ansehe, können da offenbar auch Schulkinder noch ihren Spaß haben :-)

Familie und Beruf unter einen Hut bringen?!

Dass ich mir schon so bald Gedanken darüber machen würde, wie Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen sind, hätte ich eigentlich nicht gedacht. Schon nach der Geburt des ersten Sohnes habe ich nach einem halben Jahr wieder angefangen, mit 20 Wochenstunden zu arbeiten. Nachdem mir die Trennung so schwer gefallen ist, nahm ich mir fest vor, in Zukunft das erste Jahr auf jeden Fall zu Hause zu bleiben. Wie ist es nur dazu gekommen, dass ich meinen guten Vorsatz doch wieder über den Haufen geworfen habe?

Es begann mit dem Anruf meines Arbeitgebers an einem Freitagabend Ende November. „Frau Hahn, wir hätten da eine Leitungsstelle in einem unserer Kindergärten zu besetzen. Die Stelle ist ab Januar frei, aber es wär gut, wenn Sie vorher vielleicht schon mal ein paar Tage kämen, um sich alles anzusehen!“ „Ooooh – ähm, ja – ich denk mal drüber nach!“ Und das hab ich dann auch getan – sowohl drüber nachgedacht als auch die Stelle angenommen! Man bekommt ja schließlich nicht alle Tage eine Stelle als Kindergartenleitung angeboten und nachdem ich zudem die Möglichkeit bekam, meine beiden Kinder mit auf die Arbeit nehmen zu dürfen und nur halbtags zu arbeiten, war ich mit der Entscheidung auch recht zufrieden. Und so kam es, dass wir ab Januar 2013 zu dritt in den Kindergarten gegangen sind!

Familie und Beruf und Haushalt und und und – all das müssen viele Mütter und auch Väter unter einen Hut bringen; manchen gelingt das sehr gut, andere wären vielleicht für ein paar Tipps dankbar. Da ich mit der Doppel- und Dreifachbelastung eigentlich ganz gut zurecht komme, möchte ich hier einige Dinge aufschreiben, die für mich hilfreich sind bei der Bewältigung des Alltags als Vollzeitmama mit Herz und Seele und Kindergartenleitung!

1. Ruhig und gelassen bleiben!
Es gibt Tage, die sind wie ein Spaziergang im Sonnenschein – da ist es nicht schwer, Ruhe zu bewahren! Doch an Tagen, an denen alles kreuz und quer geht und man sich fühlt, als würde man mit allem alleine im Regen stehen lassen (und das noch ohne Schirm!), da ist das nicht ganz so einfach. Doch wer sich gerade an solchen Tagen auch noch stressen oder unter Druck setzen lässt, der tut sich und seiner Familie nichts Gutes – eher im Gegenteil! In unruhigen Zeiten ist es um so wichtiger, einfach mal tief durchzuatmen und dann Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen, denn das überträgt sich auch auf die Kinder und ruckzuck hat man alles wieder bestens im Griff :-)

2. Familienzeit ist keine Arbeitszeit!
Sobald die Haustüre ins Schloss fällt, hat das Familienleben oberste Priorität! Weg mit der Arbeitstasche, in der sich unter Umständen noch ein paar Dinge befinden, die erledigt werden sollten – her mit den Spielsachen!!!
Ich muss gestehen, dass ich an diesem Punkt selbst noch zu arbeiten habe – doch es wird von Tag zu Tag besser! Da ich es im Kindergarten nicht immer schaffe, meinen kompletten Schreibkram und Telefonate zu erledigen, mach ich das im Moment manchmal noch von zu Hause aus, wenn die Kinder ihren Mittagsschlaf machen. Aber die letzten Tage habe ich es in der Tat schon geschafft, meine Tasche auszupacken, in die Ecke zu stellen und dort bis zum nächsten Arbeitstag stehen zu lassen; ich bin richtig stolz auf mich ;-) Bloß wirklich dringende Terminsachen kommen von jetzt an noch zu Hause aus der Tasche!

3. Es gibt wichtigeres als Hausarbeit!
Das war eine Lektion, die ich schon nach der Geburt von unserem Großen gelernt habe und aus diesem Grund wurde bei uns das Bäder putzen, Böden schrubben, abstauben und Wäsche machen alles auf das Wochenende verschoben, wenn auch mein Mann daheim ist, so dass immer einer Zeit für die Kinder hat! Alltäglich Dinge wie zum Beispiel Essen kochen werden natürlich auch unter der Woche erledigt ;-)

4. Hilfe annehmen bzw. um Hilfe bitten!
Nicht ein jeder ist in der glücklichen Lage, Familie und/oder Freunde zu haben, die sich am Wochenende die Klinke in die Hand geben und entweder Kinder oder Arbeit haben wollen. Ich bin dankbar dafür, dass ich so eine Familie habe :-D
Da kommt die Schwester, um mit ihrem Patenkind mal `ne Runde spazieren zu gehen; die Mama nimmt einfach mal ein bisschen Wäsche zum Bügeln mit; die nächste Schwester kommt und beschäftigt die Küken, während ich in der Küche das Abendessen für die „Großfamilie“ zubereit … und manchmal sitzen wir auch einfach nur da und quatschen :-)
Man muss lernen, dass es kein Zeichen von Schwäche oder Überforderung ist, wenn man die Kinder oder die Arbeit mal abgibt – das fällt manchen anfangs schwer! Aber eigentlich wäre man ja blöd, so eine wertvolle Unterstützung abzulehnen und für die Kinder gibt es kaum etwas Schöneres als jemanden, der sich ihnen voll und ganz widmet – ob das nun Mama oder Papa, Oma oder Papa, Patin oder Tante ist!
Wenn die Familie oder die Freunde nicht von selbst kommen, dann darf man aber auch nicht zu stolz sein, um bei ihnen nachzufragen – vielleicht wollen sie sich ja nur nicht aufdrängen oder auf die Nerven gehen! Wer keine Familie oder Freunde in der Nähe hat, die helfen können, der kann mit Sicherheit auf Nachbarn zurückgreifen oder bekommt hilfreiche Tipps über Krabbelgruppen, Kindertageseinrichtungen, …

5. Erholungsurlaub machen!
Ich dachte bis vor kurzem noch, dass Urlaub völlig überbewertet wird – man kann ja schließlich auch daheim seinen Urlaub verbringen. Doch dann haben wir vor ein paar Wochen zum ersten Mal Familienurlaub gemacht – es war herrlich – und wir haben nach unserem Urlaub schon gleich Pläne fürs nächste Jahr gemacht! Wer rund um die Uhr arbeitet, der hat es sich schließlich auch verdient, einmal im Jahr in Urlaub zu fahren :-D

Buchtipp – Dienstanweisung an einen Unterteufel

Aus reinem Zufall bin ich vor ein paar Wochen auf das Buch „Dienstanweisung an einen Unterteufel“ von C. S. Lewis, der im Übrigen auch „Die Chroniken von Narnia“ verfasst hat, gestoßen; mein eigentliches Interesse hatten die beiden vom selben Autor stammenden Bücher „Gott auf der Anklagebank“ und „Pardon, ich bin Christ“ geweckt. Dass ich dieses Buch als erstes in die Hand nahm und mir zu Gemüte führte, war auch eher ein Zufall; es war einfach das oberste der drei Bücher, die ich mir zum Lesen ausgeliehen habe. Allerdings war das kein unglücklicher Zufall, denn das Buch ist so lesenswert, dass ich es sogar direkt weiter empfehle ;-)

Der Leser erhält in diesem Buch eine Vielzahl an Briefen, die ein Onkel (Oberteufel) an seinen Neffen (Unterteufel) schickt. In diesen Briefen werden dem Neffen viele Ratschläge gegeben, wie er das Verhalten seines „Patienten“ so beeinflussen kann, dass dieser geradewegs den Weg in die Hölle einschlägt. Blöd ist natürlich nur, dass Gott, der sogenannte Feind, den Menschen einen freien Willen geschenkt hat, den man ständig im Blick haben muss. Außerdem hat der Feind auch so seine Waffen, mit denen er seine Schäfchen stets versucht, auf den rechten Weg (zurück) zu führen.

Ich muss gestehen, dass ich manche Stellen in den Briefen mehrfach lesen musste, um die Aussage zu verstehen, denn die Sätze sind manchmal so unsagbar lang und mit so vielen Nebensätzen und Zwischensätzen gespickt – die zudem auch noch ein Fremdwort nach dem anderen enthalten -, dass man schon wieder den Anfang vergessen hat, wenn man am Ende angekommen ist. Klar soweit?! Aber wieso sollte man sich auch der Annahme hingeben, dass der Teufel sich klar und verständlich ausdrückt? Dann würde ja jeder Mensch gleich kapieren, was da gespielt wird :-)
War man beim Lesen eben noch verwirrt über die unverständlich ausgedrückten Vorschläge des Onkels, so bekommt man im nächsten Moment regelrecht einen Spiegel vorgehalten. Manche Gedankengänge und Verhaltensmuster, die dem Patienten im Buch eingetrichtert werden, kommen mir von mir selbst und auch von meinen Mitmenschen sehr bekannt vor – und die Vorstellung, dass ein Mensch so leicht zu lenken ist, ist wirklich erschreckend.
Doch – Gott sei Dank! – hat auch Gott selbst seine Finger im Spiel und lässt nicht zu, dass ein Mensch so ohne weiteres des Teufels fette Beute wird. In ganz vielen der Dienstanweisungen wird Gottes Wirken deutlich gemacht und die Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen wird dem Leser sehr eindrücklich vermittelt!

Das Buch eignet sich gut für Leute, die keine leichte Lektüre suchen, die man mal so nebenbei liest. Zwar sind die Kapitel schön kurz und schnell gelesen, aber sie regen den Leser – ob er will oder nicht – zum Nachdenken an – was allerdings kein Nachteil ist. Der Glaube an Gott ist ein Thema, über das es sich nachzudenken lohnt!
An die Existenz des Teufels kann man glauben, um Gefallen an diesem Buch zu haben – muss man aber nicht! Zum Lesen dieses Buches ist das völlig gleich; zu diesem Thema hat sowieso jeder seine eigene Meinung und ein Richtig oder Falsch gibt es eigentlich nicht – jeder hält das für richtig, was er selbst glaubt! Wer an die Existenz des Teufels sowie an die Anwesenheit von Ober- und Unterteufel glaubt, der hat nun dank diesem Buch immer eine gute Entschuldigung für seine Verhaltensweisen und Eigenarten; wer nicht daran glaubt, der muss sich an die eigene Nase fassen und die Gründe für das Verhalten bei sich selbst suchen ;-)

Freizeitbeschäftigung, Teil 1 – Im Sommer

Bei Sommer, Sonne und Sonnenschein – da ist man doch am liebsten im Frei’n
Bin ich froh, dass wir nun endlich eine schöne Terrasse und einen großen Hof haben; da können wir den Sommer in vollen Zügen genießen!

Um einem Kind mit knapp 1 1/2 Jahren das Spielen im Freien schmackhaft zu machen, braucht es auch nicht viel: Wasser und Sand sind erst einmal völlig ausreichend! Und es ist auch völlig egal, ob sich das Wasser in einer Regenpfütze oder einer Wanne befindet oder ob den Sand Mama und Papa zum Spielen oder die Vermieter zum Betonieren besorgt haben ;-)

Aber im Freien kann man sich auch künstlerisch sehr gut auslassen; und da darf dann ruhig auch mal was daneben gehen. Ich hatte mir überlegt, den Großen mal mit Farben schmieren zu lassen. Das macht bestimmt viel Spaß, fördert die Kreativität und schult außerdem die Motorik. Um nicht ständig aufpassen zu müssen, dass die Fingerfarben nicht im Mund landen (Ich kenn ja mein Kind!), haben wir die Fingerfarben selbst zusammengemischt. Das ist total einfach: Man nehme 100 ml Wasser und gebe in das Wasser beliebig viel Lebensmittelfarbe – je nachdem, wie kräftig die Farbe sein soll. Anschließend fügt man dem gefärbten Wasser nach Bedarf ca. drei bis vier Esslöffel Mehl hinzu und verrührt es mit dem Schneebesen, so dass eine schöne breiige Masse entsteht, die sich gut verschmieren lässt. Wenn man an Stelle des Esslöffels einen Kaffee-Messlöffel nimmt, dann kann das Kind schon beim Herstellen der Fingerfarbe ganz viel mithelfen. Anschließend haben wir die fertig gemischten Farben großflächig auf Packpapier verteilt und ein Stück davon als Geschenkpapier verwendet. Leider blättert die Farbe nach dem Trocknen leicht ab, aber ein Geschenkpapier verwendet man ja in der Regel sowieso nur einmal ;-)

Unser Küken I fand am Panschen der Fingermalfarben den größten Gefallen wie auf den Bildern unschwer zu erkennen ist. Aber für die Feinmotorik und die Auge-Hand-Koordination ist das ja auch viel sinnvoller – und überhaupt: Was soll denn erstrebenswert daran sein, ein Grobmotoriker zu werden? ;-)

 

 

Taufe 2.0

Am letzten Wochenende haben wir die 2. Taufe erfolgreich hinter uns gebracht. Gut, dass wir schon eine Taufe gefeiert und einen Bericht zur Vorgehensweise verfasst haben – daran konnten wir uns bei der Planung und Organisation der Taufe 2.0 wunderbar halten.

Aber wer meint, dass es deshalb nicht noch etwas zum Thema Taufe zu schreiben gibt, der irrt sich gewaltig :-) In diesem Artikel präsentiere ich euch Anregungen und Ideen für schöne Taufsprüche, Tauflieder und Fürbitten.
Natürlich muss die Familie des Täuflings sich nicht zwangsläufig Gedanken machen über den Ablauf des Taufgottesdienstes, denn ein jeder Pfarrer hat diesen schon; er hat Vorschläge für Taufsprüche, kennt passende Lieder und in den Fürbitten muss nur noch der Name des Täuflings eingesetzt werden ;-) Doch der Gottesdienst wird persönlicher, wenn sich die Eltern und Angehörigen selbst ein bisschen kümmern und einbringen.

Der Gottesdienst kann wunderbar um den Taufspruch herum geplant werden, also ist der Taufspruch das erste, was man suchen sollte. Der Taufspruch soll dem Kind in allen Lebenslagen ein guter Begleiter sein und es jederzeit daran erinnern, dass Gott es von Geburt an als sein Kind angenommen hat, es bedingungslos liebt und in guten wie in schlechten Zeiten an seiner Seite ist.

„Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen; dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen spitzen Stein stoßest.“ (Psalm 91, 11+12)
„Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ (Psalm 139, 5)
„Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.“ (Josua 1, 5b)
„Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.“ (Psalm 121, 3)
„Siehe, in die Hände habe ich dich eingezeichnet.“ (Jesaja 49, 16)
„Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.“ (Psalm 73, 23)
„Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.“ (Psalm 23, 1) 
„Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft: Vor wem sollte mir grauen?“ (Psalm 27, 1)
„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8, 12)
„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ (Jesaja 43, 1b) 

Es ist unglaublich! Da haben es doch tatsächlich auch Bibelverse in meine Top 10 geschafft, die nicht in den Psalmen zu finden sind – aber dennoch sind für mich die Psalmenschreiber immer noch die besten „Sprücheklopfer“ ;-)

Nachdem die Wahl des Taufspruchs getroffen wurde, kann man sich auf die Suche nach Taufliedern machen. Zu vielen der o. g. Bibelverse aus den Psalmen gibt es Lieder, die sich natürlich auch schön in einem Gottesdienst singen lassen. Zahlreiche weitere Lieder speziell zur Taufe finden sich außerdem in den kirchlichen Gesangbüchern. Doch es wird sich auch kein Pfarrer quer stellen, wenn ein „weltliches“ Lied gesungen oder vorgetragen werden soll.

Aus dem Liederbuch „Kommt, atmet auf“
„Segne dieses Kind“, „Gott sagt uns immer wieder“, „Kindermutmachlied“, „Er hält die ganze Welt“
Die letzten drei Lieder bieten sich vor allem dann an, wenn viele Kinder mit im Gottesdienst sind, da diese sowohl im Kindergarten als auch in der Schule gern gesungen werden.
Aus dem Evang. Gesangbuch
„Von allen Seiten umgibst du mich, o Herr“, „Weil ich Jesu Schäflein bin“, „Ein Kind ist angekommen“
Bei dem Lied „Es ist ein Kind angekommen“ kenne ich die Melodie leider nicht und kann nicht garantieren, dass es wirklich schön ist, aber der Text gefällt mir sehr gut :-)
Aus sonstigen Liederbüchern ;-)
„Du bist du“, „Sind so kleine Hände“

Kommen wir zu guter letzt noch zu den Fürbitten! Diese können von Familienangehörigen (Eltern, Paten, Großeltern, …) einfach vom Pfarrer genommen und vorgelesen werden, doch auch das Formulieren von Fürbitten ist nicht so schwer wie es sich anhört. Denn eine Fürbitte ist im Prinzip nichts anderes wie ein Gebet und ein Gebet ist nichts anderes wie das Reden mit Gott und mit Gott kann man eigentlich so reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist ;-)
Beim Fürbittgebet geht es darum, Gott für andere Menschen zu bitten, die seinen Beistand, seine Hilfe, seine Liebe, seine … brauchen. Im Taufgottesdienst bietet es sich daher an, für den Täufling, seine Eltern und Paten, für die Familie des Getauften, für seine Gemeinde und natürlich auch für die Welt, in der er lebt, zu bitten.

Guter Gott, wir bitten dich für den kleinen …: Gib ihm Menschen an die Seite, die ihm den Glauben an dich weitergeben und stärken. Lass ihn deine Liebe spüren und schenke ihm deinen Segen, damit er zum Segen für andere werden kann. Beschütze … zu allen Zeiten und begleite ihn auf seinen Wegen!

Himmlischer Vater, wir bitten dich für die Eltern und die Patin: Hilf ihnen, für … ein gutes Vorbild im Glauben und Leben zu sein. Gib ihnen immer wieder Kraft, … geduldig zu begleiten und ihm Halt zu geben. Steh ihnen bei, dass sie sich in schweren Zeiten durch den Glauben an dich getröstet und geborgen fühlen!

Herr, wir bitten dich für die Familie: Die Familie soll ein Ort sein, an dem man sich sicher und geborgen fühlen kann und vor allem so sein darf, wie man ist. Hilf den Familienangehörigen dabei, sich mit Wertschätzung und Respekt zu begegnen und verständnisvoll miteinander umzugehen.

Lieber Gott, wir bitten dich für uns alle: Wir wollen unseren Kindern eine Welt übergeben, in der sie gut und gerne leben können. Hilf uns sorgsam mit der Welt, in der wir leben, umzugehen. Zeig du uns auch, wie wir als Gemeinschaft miteinander leben und füreinander da sein können, damit wir uns gegenseitig Stütze und Halt sind!

Vater im Himmel, in Gedanken sind wir bei den Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns; die schwere Zeiten durchleben müssen. Wir bitten dich: Hilf uns, unseren Mitmenschen in Not, Kraft und Hoffnung zu geben und lass sie deine Liebe und Nähe spüren, dass sie den Glauben an dich nicht verlieren!

Ich hoffe, ihr könnt mit meinen Anregungen etwas anfangen, damit einer wundervollen Taufe nichts im Wege steht!