Tipps zum Basteln mit Kleinkindern

Damit sowohl Eltern als auch Kinder Freude am gemeinsamen Tun haben, habe ich ein paar Tipps zusammengestellt, wie das Basteln mit kleinen Kindern gut gelingen kann.

 

Wichtige Tipps für das Basteln mit Kleinkindern:

1. Nimm dir Zeit!
„Komm, ich hab grad mal ne viertel Stunde Zeit, lass uns was basteln!“ NEIN!!! So wird das mit dem entspannten und stressfreien Basteln nichts. Zum einen braucht es Zeit zum Vor- und Nachbereiten; und zum anderen können/wollen Kinder vielleicht nicht auf Befehl loslegen. Gerade kleine Kinder brauchen auch viel Zeit, um sich alles genau anzusehen – und wenn man dann unter Zeitdruck steht und den Kindern nicht die nötige Zeit lässt, dann macht das Kreativ-Werden keinem der Beteiligten Spaß!

2. Stelle alle notwendigen Materialien bereit!
Vorbereitung ist alles! Also überlegt euch gut, welche Utensilien ihr zum Basteln und Werkeln benötigt und richtet den Arbeitsplatz her. Dabei sollte man darauf achten, dass die Materialien, die nicht direkt in Kinderhände gelangen sollen, eher in der Tischmitte außer Reichweite stehen. Dann kann zur Not auch noch etwas Vergessenes geholt werden, ohne dass Gefahr besteht, beim Zurückkommen eine farbige Eckbank vorzufinden ;-) Zum Vorbereiten zählen auch folgende Dinge: Acrylfarben aus Tuben in Becher umfüllen, Kleister anrühren, Butterbrotpapier zuschneiden, Transparentpapierschnipsel machen, Sterne aufmalen, … Denn wer mit diesen Arbeiten erst anfängt, wenn das Kind daneben sitzt und anfangen will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er an diesem Tag nicht zum Basteln kommt!

3. Sei Vorbild!
Willst du mit deinen Kindern basteln, dann kannst du nicht davon ausgehen, dass diese alleine basteln und du nur zuschauen kannst; du bastelst MIT deinen Kindern! Das heißt zum einen, dass das Kind merken sollte, dir macht die Beschäftigung Spaß – so kann sich die Freude am Kreativen Gestalten auf das Kind übertragen. Zum anderen wirst du so einiges selbst machen müssen, weil das Kind motorisch noch nicht so weit ist, bestimmte Dinge zu können. Also stell dir vorab die Frage, ob du dazu bereit bist, Dinge selbst fertig zu stellen oder teilweise Bastelarbeiten zu übernehmen ;-)

4. Hab Geduld!
Wer mit Kleinkindern bastelt, sollte sich bewusst machen, dass ein Kind u. U. ein wenig Vorlaufzeit braucht, bevor es dazu bereit ist, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.  Zunächst braucht das Kind Gelegenheit, das Material kennen zu lernen und auszuprobieren. Vielleicht hat das Kind nach dem Kennenlernen und Ausprobieren nicht gleich Lust, weiter mit dem Material zu werkeln, sondern will wieder spielen. Dann ist es wichtig, nicht die Geduld zu verlieren, weil man alles hergeräumt hat und nun doch nichts geschafft hat! Die ganzen Materialien kann man in einer Kiste verstauen und wegstellen, um sie vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu holen, wenn das Kind damit basteln will.

5. Mach im richtigen Moment Schluss!
Wir alle kennen den Spruch: „Hör auf, wenn es am schönsten ist!“ Hört sich vielleicht blöd an, aber es ist etwas Wahres dran und dieses Motto gilt für jede Art von Beschäftigung mit Kindern. Je nach Alter kann sich ein Kind kürzer oder länger mit einem Angebot beschäftigen. Wenn ein 2-jähriges Kind 10 Minuten bei einer Sache bleibt, dann hat es schon viel geleistet und es ist völlig in Ordnung, wenn es dann wieder zum Spielen übergeht. (Ältere Kinder halten unter Umständen – je nachdem, wie gerne sie basteln – auch länger durch.) Natürlich darf ein Kind, wenn es wirklich noch viel Spaß an der Arbeit mit dem Material hat, auch noch länger basteln, doch wenn ein Kind nicht mehr basteln möchte, sollte man es keinesfalls dazu zwingen. Sinn macht es jedoch, mit dem Kind die Abmachung zu treffen: „Wir machen jetzt noch diese eine Kugel fertig, die wir angefangen haben, und dann kannst du weiterspielen.“ Auch jüngere Kinder schaffen es, sich an solche Absprachen zu halten – und es ist außerdem ratsam, Kindern möglichst frühzeitig beizubringen, dass man nicht alles stehen und liegen lassen kann, wenn die Motivation allmählich nachlässt. Sollte man den Punkt, an dem es am schönsten ist, allerdings schon laaange verpasst haben, dann ist es auch okay, das Kind gleich aufstehen zu lassen, bevor es sich niemals mehr zum Basteln überreden lassen will ;-)

6. Schaff wieder Ordnung!
Das Basteln ist nicht damit beendet, wieder zur Tagesordnung über zu gehen; fertig ist man dann, wenn die ganzen Bastelutensilien wieder aufgeräumt sind. Es mag Erwachsene haben, die im größten Chaos den Überblick behalten (und selbst das wag ich zu bezweifeln), doch ein Kind kann das mit ganz großer Sicherheit nicht. Natürlich sind Kinder nicht von Natur aus ordentlich; sie müssen es lernen. Deshalb ist das Aufräumen ein ganz wichtiger Bestandteil nach jeder Aktivität. Das erste, was nach dem Basteln, in Ordnung gebracht und sauber gemacht wird, sollte das Kind sein, bevor es Kleister oder Farbe fröhlich an Spielsachen, Sofas und Wänden verteilt. Danach ist der Arbeitsplatz an der Reihe. Bei manchen Aufräumarbeiten kann das Kind mit einbezogen werden, z. B. Papierschnipsel vom Boden aufheben oder Pinsel (evtl. in Küchentuch eingewickelt) zum Waschbecken tragen. Wenn das Kind nicht mithelfen kann, dann kann es auch einfach nur ein wenig zuschauen, um zu sehen, dass auch Erwachsene aufräumen müssen und wie etwas richtig aufgeräumt wird. Sollte mal die Zeit fehlen zum Aufräumen oder recht knapp werden, können die Materialien auch erst einmal in einer Kiste verstaut und weggestellt werden, damit die Ordnung wieder erkennbar ist. Doch sollte diese Kiste nicht vergessen werden, wenn sie oben auf dem Schrank verstaut wurde … ;-)

Freizeitbeschäftigung, Teil 2 – Im Advent

Die Advents- und Weihnachtszeit ist die schönste Zeit des ganzen Jahres – ich liebe diese ruhige, beinah-stressfreie Zeit und das erklärt auch, wieso sogar ich Lust darauf bekomme, Fenster- und Raumdekoration zu basteln :-) Doch die Frage aller Fragen ist natürlich: Was können denn Kinder, die noch nicht mal im Kindergartenalter sind, schon groß basteln? Ich sag es euch: JEDE MENGE!!! Was wir in den vergangenen zwei Jahren während der Adventszeit alles gebastelt und gewerkelt haben … Ich weiß schon, dass Weihnachten gerade erst rum ist, aber nach Weihnachten ist vor Weihnachten und ich bin mir sicher, dass ganz viele auch in diesem und den nächsten Jahren wieder nach Bastelideen für Kinder in der Weihnachtszeit schauen. Abgesehen davon können manche Techniken ja auch für andere Basteleien genutzt werden, z. B. für Fasching, Frühling und Ostern, Sommer, … Da müssen dann u. U. nur die Motive abgeändert werden :-)

Unser erstes „Kreativangebot“ war eine Lichterstadt, die wir nicht nur als Deko, sondern auch als Adventskalender für die Kinder nutzen. Praktischerweise konnten wir dabei 24 leere Gläser, die wir sonst zum Container hätten bringen müssen, wiederverwerten :-) Die Gläser haben wir mit Kleister eingepinselt und mit Transparentpapier beklebt. Nach dem Trocknen bekam jedes „Glashaus“ ein Dach sowie Türen und Fenster. In der Adventszeit wird in jedes Häuschen ein befülltes Säckchen gestellt, das nach dem Öffnen durch ein brennendes Teelicht ersetzt wird. So hat man am 24. Dezember eine wunderschöne leuchtende Stadt im Zimmer stehen.
Nachdem wir das Pinseln und Kleistern bei der Lichterstadt schon geübt hatten, konnten wir damit auch gleich weitermachen und bastelten Glitzersterne. Dazu wird Kleister angerührt und mit Glitzerpulver in beliebigen Farben vermischt. Den glitzernden Kleister durfte unser Großer dann auf den auf Tonpapier aufgemalten Sternen verschmieren – sowohl mit dem Pinsel als auch mit den Fingern! Ausgeschnitten hab ich die Sterne erst im Nachhinein, damit nicht so viel daneben gehen konnte.
Mit einer abgeänderten Form der Murmeltechnik gestalteten wir unser eigenes Transparentpapier, das wir anschließend verwendeten, um Transparentengel als Fensterdeko zu basteln. Für die Murmeltechnik braucht es nicht viel: Es reicht eine leere Cappuccino-Dose, Butterbrotpapier, Murmeln und natürlich Farben. Das Butterbrotpapier wird auf die Größe der Dose zugeschnitten und dann rundum an die Innenwand gelegt. Danach werden die Murmeln in eine Farbe getaucht, in die Dose gelegt und nun kann die geschlossene Dose nach Lust und Laune geschüttelt werden – hoch und runter, hin und her und ruckizucki hat man ein schön eingefärbtes Butterbrotpapier, das nach dem Trocknen weiter verarbeitet werden kann.
Die Idee zu der nächsten Bastelei kam mir, als ich meinen Kindern beim Spielen mit unserer Motorikschleife zugesehen habe. (Dabei werden Perlen über einen dicken Draht von einer Seite zur anderen geschoben. Die Drähte sind natürlich nicht einfach so gebogen, sondern mal spiralförmig oder serpentinenartig geformt, was die Feinmotorik der Kinder schult – sofern diese nicht genervt aufgeben, wenn es nicht sofort klappt ;-) ) Ich formte aus einem relativ festen Draht weihnachtliche Motive (Engel, Stern, Glocke, …) und die Kinder durften darauf Perlen fädeln. Zum Schluss musste der Draht nur noch von mir miteinander verdreht werden, dass keine Perle herunterfällt.
Um die ach so lange Zeit vor Weihnachten auch wirklich voll zu bekommen, widmeten wir uns außerdem noch dem Projekt „selbstgemachte Christbaumkugeln“. Neben Kunststoffkugeln, Acrylfarben und Dekobändchen braucht es eigentlich nur Fantasie und Kreativität. Zuerst grundierte ich die Kugeln, um sie dann zusammen mit den Kindern zu marmorieren oder zu bemalen. Abschließend erhielt jede Kugel eine Deko-Schleife und konnte aufgehängt werden.
Geteilte Freude ist doppelte Freude – deshalb beschlossen wir, unsere gebastelten Werke an unsere Gäste an Weihnachten zu verschenken. Da wir uns eigentlich nichts gegenseitig schenken, mussten es Nicht-Geschenke werden und sollten deshalb auch nicht verpackt werden. Dennoch wollten wir es uns nicht nehmen lassen, Geschenkanhänger an die Geschenke zu machen. Wir legten weihnachtliche Backformen auf weißen Fotokarton und die Kinder bemalten (mit Buntstiften) das Papier innerhalb der Förmchen nach Lust und Laune mit bunten Linien und Kreisen. Die Formen wurden von mir hinterher ausgeschnitten und an die Nicht-Geschenke gebunden.

Neben Bastelaktionen standen selbstverständlich auch so Dinge wie Plätzchen backen oder Lebkuchenhaus verzieren auf dem Programm in der Adventszeit – so wie sich das gehört :-) Nein, man muss natürlich nicht alles mitmachen, nur weil „man das halt so macht“, aber wir hatten halt Lust darauf!

Da unser Gebasteltes natürlich während der Weihnachtszeit auch hängt, haben wir auch Bilder von allem – leider war es mit den Fotos während der Entstehungsphase nicht ganz so einfach. Da war ich nämlich meistens damit beschäftigt, aufzupassen, dass die Kinder mit ihren verschmierten Händen am Tisch bleiben ;-) Aber die Fotos, die ich gemacht habe, will ich euch natürlich nicht vorenthalten!

Spielplätze im Test

Bevor ich Kinder hatte, bin ich nicht jeden Tag eine Stunde spazieren gegangen – das erschien mir als Verschwendung meiner wertvollen Zeit. Doch da ich irgendwann mal davon gehört hab, dass frische Luft für Kinder gar nicht so schädlich sein soll, gehört der Spaziergang ab dem 04. März 2011 zu meinem Alltag. Und man mag es kaum glauben, aber eine Frischluftphase am Tag ist nicht mal für Erwachsene schädlich ;-)

Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, da wird es den Kindern zu doof, nur im Kinderwagen zu liegen oder zu sitzen und sich alles nur anzusehen; Kinder wollen sich bewegen! Den Kindern das Rädchen-Fahren schmackhaft zu machen, ist eine Möglichkeit, ihrem Bewegungsdrang nachzukommen; doch es gibt auch noch eine andere mit Namen SPIELPLATZ! Diese Alternative hat außerdem den Vorteil, dass man als Mutter oder Vater nicht ununterbrochen laufen muss, sondern sich auch mal hinsetzen und Pause machen kann :-)

Allerdings ist Spielplatz nicht gleich Spielplatz. Es gibt Spielplätze, auf denen große Kinder auf ihre Kosten kommen, und es gibt Spielplätze, auf denen sogar Kinder unter 3 Jahren spielen können! Kleine Kinder sind ja zum Glück gar nicht so anspruchsvoll und es reicht ihnen auch, wenn sie Sand oder Steinchen von einem Becher in den anderen schütten können, aber sobald sie sich wirklich mal vorwärts bewegen können, dann sollten sie auch die Möglichkeit haben, zu rutschen oder ein Klettergerüst zu erklimmen.

Um anderen Eltern ein wenig Arbeit bei der Suche nach einem geeigneten Spielplatz abzunehmen, haben wir uns entschlossen, nach und nach Spielplätze in Kitzingen und Umgebung auszuprobieren und auf ihre Spieltauglichkeit speziell für Kinder im Alter von 0-3 Jahren zu überprüfen. Unsere „Testergebnisse“ teilen wir gerne mit euch und geben sie hier bekannt :-)

 

 

Kitzingen-Siedlung, Kleistplatz
Unsere Empfehlung:
Geeignet für Kinder ab 1 Jahr

Auf diesem Spielplatz ist sowohl den großen als auch den kleinen Kindern etwas geboten. Der extra angelegte Kleinkindbereich ist eingezäunt und hält viele Möglichkeiten zum Spielen für die Kleinsten bereit. Schon 1-jährige Kinder können durch den Kriechtunnel krabbeln, sich an den Wänden des Kletterhauses hochziehen und auch die Treppe zur Rutsche erklimmen. Kinder ab 2 Jahren brauchen auf dem Kleinkindspielplatz keinerlei Hilfestellung und wenn sie etwas größere Herausforderungen suchen, dann schaffen sie es auch problemlos, auf das große Klettergerüst zu gelangen. Und wenn ich mir die Kinder meines Schwagers ansehe, können da offenbar auch Schulkinder noch ihren Spaß haben :-)

Freizeitbeschäftigung, Teil 1 – Im Sommer

Bei Sommer, Sonne und Sonnenschein – da ist man doch am liebsten im Frei’n
Bin ich froh, dass wir nun endlich eine schöne Terrasse und einen großen Hof haben; da können wir den Sommer in vollen Zügen genießen!

Um einem Kind mit knapp 1 1/2 Jahren das Spielen im Freien schmackhaft zu machen, braucht es auch nicht viel: Wasser und Sand sind erst einmal völlig ausreichend! Und es ist auch völlig egal, ob sich das Wasser in einer Regenpfütze oder einer Wanne befindet oder ob den Sand Mama und Papa zum Spielen oder die Vermieter zum Betonieren besorgt haben ;-)

Aber im Freien kann man sich auch künstlerisch sehr gut auslassen; und da darf dann ruhig auch mal was daneben gehen. Ich hatte mir überlegt, den Großen mal mit Farben schmieren zu lassen. Das macht bestimmt viel Spaß, fördert die Kreativität und schult außerdem die Motorik. Um nicht ständig aufpassen zu müssen, dass die Fingerfarben nicht im Mund landen (Ich kenn ja mein Kind!), haben wir die Fingerfarben selbst zusammengemischt. Das ist total einfach: Man nehme 100 ml Wasser und gebe in das Wasser beliebig viel Lebensmittelfarbe – je nachdem, wie kräftig die Farbe sein soll. Anschließend fügt man dem gefärbten Wasser nach Bedarf ca. drei bis vier Esslöffel Mehl hinzu und verrührt es mit dem Schneebesen, so dass eine schöne breiige Masse entsteht, die sich gut verschmieren lässt. Wenn man an Stelle des Esslöffels einen Kaffee-Messlöffel nimmt, dann kann das Kind schon beim Herstellen der Fingerfarbe ganz viel mithelfen. Anschließend haben wir die fertig gemischten Farben großflächig auf Packpapier verteilt und ein Stück davon als Geschenkpapier verwendet. Leider blättert die Farbe nach dem Trocknen leicht ab, aber ein Geschenkpapier verwendet man ja in der Regel sowieso nur einmal ;-)

Unser Küken I fand am Panschen der Fingermalfarben den größten Gefallen wie auf den Bildern unschwer zu erkennen ist. Aber für die Feinmotorik und die Auge-Hand-Koordination ist das ja auch viel sinnvoller – und überhaupt: Was soll denn erstrebenswert daran sein, ein Grobmotoriker zu werden? ;-)

 

 

Erstausstattung für das 2. Kind

Man sollte meinen, dass im Hausstand einer Familie, die bereits ein Kind hat, alles vorhanden ist, was man für das Leben mit einem Säugling braucht … Das ist auch (fast) richtig! Von Spielzeug über Kleidung bis hin zum Mobiliar müsste in der Tat alles da sein – sofern man sich nicht alles nur geliehen hat :-) Und dennoch gibt es Dinge, die eine Familie mit zwei kleinen Kindern sinnvollerweise anschaffen sollte.

Musstet ihr schon einmal nachts ein schreiendes Baby im selben Zimmer wickeln und/oder ausziehen, in dem auch das große Geschwisterchen liegt und schläft (oder zumindest schlafen sollte), nur weil da der Wickeltisch ist? Oder habt ihr schon mal versucht, zwei Kinderwägen gleichzeitig zu schieben bzw. mit einem Geschwisterkinderwagen durch die Eingangsschranke oder Kasse im Supermarkt zu kommen? Kannst du in aller Ruhe den Raum verlassen (um z.B. auf Toilette zu gehen), während das Baby auf seiner Krabbeldecke liegt, neben der das ältere Kind seine Türmchen aufbaut und wieder einstürzen lässt? Willst du den Säugling so lange schreien lassen, bis der „Große“ wach ist und über das Babyfon Alarm schlägt?
Über diese und ähnliche Fragen haben wir uns lange keine Gedanken gemacht – bis die Geburt des kleinen Zwockels dann kurz bevor stand und wir haben Lösungen gesucht und gefunden, die wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten – für den Fall, dass jemand in ähnlich geringem Abstand mehr als ein Kind bekommt!

Von Vorteil ist es, eine zweite Wickelstation zu haben – entweder in Form einer Bade-Wickel-Kombination im Badezimmer oder einer Wickelauflage außerhalb des Kinderzimmers. Da unsere Bäder nicht genug Platz bieten für eine Bade-Wickel-Kombi haben wir nun auf unserer Waschmaschine eine Wickelauflage. Diese Wickelstation nutzen wir in den seltensten Fällen zum Wickeln, denn das Bad liegt quasi fast neben dem Kinderzimmer und das Geschrei im Bad würde unseren Großen vermutlich genauso beim Schlafen stören als wenn wir im Kinderzimmer stehen würden. Allerdings hat sich die Waschmaschinen-Wickel-Kombi bei uns dennoch schon bewährt, um Kinder darauf „abzulegen“, wenn ich im Bad mal wieder länger brauche, um mich fertig zu machen :-) Zum Wickeln in der Nacht, zur Mittagsschlafzeit und dann, wenn ich zu faul bin, nach oben zu gehen, haben wir nun eine dritte Wickelstation … mit Sofa und Wickeltasche – wirklich sehr praktisch!

Mehrere Stationen sollte es auch zum Ablegen des Babys geben, damit man – egal, in welchem Stockwerk oder Raum man sich aufhält – eine Möglichkeit hat, den Zwerg hinzulegen, um beide Hände frei zu haben und er trotzdem gut und sicher liegt und nicht der Gefahr ausgesetzt ist, dass ein anderes Kind eventuell über ihn stolpert oder auf ihn tritt oder oder oder. Wir haben deshalb sowohl den Laufstall als auch das Reisebett im Haus verteilt und diese beiden Liegeflächen nutzen wir fast so häufig wie die Wickeltische. Doch die beliebteste Methode ist es noch immer, den Kleinen in die Wippe zu legen (sofern wir uns auf einem Stockwerk aufhalten), damit wir ihn vom Wohnzimmer mit in die Küche und von dort aus mit ins Spielzimmer nehmen können.

Auch Still(e)-Plätzchen gibt es bei uns gleich in mehr als nur einem Raum. Gut, dass wir so viele Sofas haben! Vormittags sitzen wir meist im Spielzimmer auf bzw. vor dem Sofa, damit der Große zeitgleich mit mir spielen kann; nachmittags schläft dieser Sohnemann, so dass wir uns auch gemütlich auf das richtige Sofa sitzen können; abends füttern wir, wo wir gerade lustig sind; nachts ziehen wir uns entweder auf den Zweisitzer im Schlafzimmer oder auf den Sessel im Kinderzimmer zurück – je nachdem, wo Küken Nr. 1 gerade zu schlafen beliebt, denn zwei wache Kinder in der Nacht bedeutet auch zwei wache Elternteile und irgendwer sollte die Nacht schon durchschlafen können ;-)

Als Elternpaar genießt man natürlich die Stunden, in denen beide Kinder versorgt und ruhig sind – wenn man sich sicher sein kann, dass sie das sind! Deshalb hat irgendwann jemand dieses tolle Ding namens Babyfon erfunden. Da der Kleine zur Zeit noch im Stubenwagen im Schlafzimmer schläft und nicht im Kinderzimmer, wo es schon ein Babyfon gibt, musste natürlich ein zweites her. Schließlich wollen wir nicht, dass das Baby das Kleinkind mit seiner Schreierei weckt – nur weil wir es nicht hören und rechtzeitig reagieren können!

Kommen wir zur letzten Anschaffung, die wir getätigt haben, um auch für das 2. Kind alles zu haben – die Lösung für das alleinige Spazierengehen mit zwei Kleinen Kindern, die noch keine weiten Strecken selbst laufen: der BuggyPod!
Was das ist und wie man ihn benutzt, erfahrt ihr hier!

Wo hat er das nur her???

Ja, das ist eine Frage, die man sich bei jedem Menschen irgendwann mal stellt – und wenn man dann die Familie und/oder Freunde kennenlernt, dann weiß man es plötzlich! Blöd nur, wenn man eines Tages selbst die Familie ist, von der das Kind so komische Eigenheiten und Dinge gelernt hat…

Unser großes Küken hat sich so einiges abgeguckt, was uns immer wieder zum Lachen gebracht hat und uns zum Teil jetzt noch belustigt und unterhält. Allerdings hab ich mir auch schon das ein oder andere Mal überlegt, bei welcher Gelegenheit wir diese Gestik oder Mimik wohl machen. Doch mit Sicherheit gibt es auch manches, das der Kleine sich einfach selbst ausgedacht und ausprobiert hat. Und je nachdem, wie die Mitmenschen darauf reagiert haben, hat er das Verhalten wieder und wieder gezeigt oder es halt irgendwann gelassen…

Von mir als „Spießer-Mama“ hat der Kleine selbstverständlich nichts von diesem Blödsinn gelernt – ist ja klar! Von mir hat er höchstens nützliche Sachen im Haushalt gelernt, z.B. den Umgang mit dem Schneebesen, das Kontrollieren der Waschmaschine, das Wegwischen von Bröseln auf dem Tisch oder das sofortige Zuschrauben von Gläsern und Flaschen, was er leidenschaftlich gerne macht!
Das Studieren des Aldi-Prospektes auf der Suche nach Schnäppchen, die man nicht braucht, hat er auf jeden Fall vom Papa, denn die Mama nimmt das Prospekt gar nicht erst mit und wenn es zu Hause ist, landet es ganz schnell mit den anderen Werbeflyern im Altpapier-Karton. Ebenso das Tragen von Brille und Hut sowie das Arbeiten am PC – ob am Schreibtisch oder auf dem Sofa – ist offensichtlich vom Papa abgeguckt :-)
„Chill ma ’nei!“ Extreme-Chilling oder Langweiling – das ist hier die Frage; doch es steht außer Frage, dass er es von seiner Tante gelernt hat :-) (Wahlweise käme auch hier der Papa in Betracht, der sich seine freie Zeit gern mit dem Sofa oder dem Bett teilt ;-))
Das Lutschen am Zeh ist allerdings etwas, das er bestimmt nicht von uns hat, denn wir sind viel zu ungelenkig, um den großen Zeh in den Mund zu bekommen. Wir nehmen auch nicht alles in den Mund, was uns so in die Quere kommt – keine Ahnung, wen er da beobachtet hat ;-)

Auf Bildern kann man das natürlich nicht alles festhalten; deshalb gibt es hier nur eine kleine Auswahl:

So feiert man heute Geburtstag!

Ein paar Eindrücke aus dem ersten Lebensjahr unseres ersten Kükens haben wir hier in bildlicher und schriftlicher Form ja nun weitergegeben – es gäbe natürlich noch weit mehr zu berichten, aber das würde vermutlich den Rahmen unserer Homepage sprengen :-)

Wie bei allen Festen und Feiern im vergangenen Jahr wusste unser Kleiner auch an seinem Geburtstag nicht so recht, was der ganze Rummel eigentlich soll: „Die Mama trällert schon beim Wecken Lieder, gefrühstückt wird im Schlafanzug, es gibt Kuchen mit einer Kerze, komische Papierfetzen liegen auf dem Tisch, die ganze Verwandtschaft kommt zu Besuch und es gibt jede Menge Sachen zum Auspacken, mit denen man spielen kann – aber was auch immer das zu bedeuten hat, es war auf jeden Fall ein schöner Tag!“

Auch wenn so ein Zwerg noch gar nicht weiß, was ein Geburtstag ist und warum man da so ein Trara macht, haben wir ihn natürlich gebührend gefeiert.
Ich musste unbedingt eine Torte backen und eine Geburtstagseisenbahn – auch wenn diese mehr nach Auto oder Laster ausgesehen hat – vielleicht kann man es ja beim 2. Geburtstag besser erkennen, wenn an der Lok noch ein Waggon dran hängt :-) Geschmeckt hat der Geburtstagskuchen jedenfalls!
Selbstverständlich gab es zudem schön verpackte Geburtstagsgeschenke, bei denen ja angeblich die Verpackung das Schönste sein soll. Das können wir jedoch nicht bestätigen – weder die Verpackung noch der Inhalt waren für unser Geburtstagskind so interessant, als dass sie es mit dem „alten“ Spielzeug oder den Geburtstagsgästen hätten aufnehmen können.

Da am Nachmittag und Abend die Familie zum Feiern da war, haben wir versucht, den Vormittag und Mittag so ruhig wie möglich zu gestalten. Nach dem Frühstück durfte das Küken baden und mit seinem neuen Badespielzeug spielen und machten einen ausgiebigen Spaziergang in die Stadt und wieder zurück. Es wurde dann zeitlich für die Mama fast ein wenig knapp mit dem Fertigstellen der Torte, aber vorrangig geht es bei der Feier für den Nachwuchs ja nicht darum, der Mama einen schönen Tag zu bereiten, sondern dem Kind. Was für ein Glück, dass wir noch keinen Kindergeburtstag feiern müssen ;-) Zur Erholung gab es am Nachmittag einen Mittagsschlaf und dass der Sohnemann diesen gebraucht hat, wurde daran deutlich, dass wir ihn zum Abendessen dann wecken mussten – und dann hatte er nicht mal Hunger! Das Abendessen hat er dann nachgeholt, als wir alle Gäste „rausgeschmissen“ hatten und er in Ruhe und Frieden futtern konnte, bevor es ins Bett ging :-)

Mit der EJ on Tour

Lange Jahre waren wir bei der Evangelischen Jugend im Dekanat Kitzingen als ehrenamtliche Mitarbeiter tätig und haben unser Bestes gegeben, Kinder und Jugendliche für ein Leben als Christen zu begeistern (was uns hoffentlich auch ein Stück weit gelungen ist). Gremienarbeit und Mitarbeiterbildung sowie Freizeiten und zahlreiche andere Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche  standen auf unserem Programm, wenn wir nicht gerade auf der Arbeit waren und Langeweile hatten :-)

Unser Ältester (15 Monate) kam noch in den Genuss der „Herbst-Saison“, in der wir fast mehr unterwegs als zu Hause waren. Als Mama fand ich es gar nicht mal so schön, dem Kleinen das alles zuzumuten; als EJlerin wollt ich mich aber auch noch nicht überall zurückziehen. Zum Glück hat Ingo mit der EJ schon ein paar Jahre vor mir abgeschlossen und konnte sich dann ausnahmslos unserem Nachwuchs widmen auf unseren Kurz-Familienfreizeiten, sprich Wochenendveranstaltungen. Der Kleine hatte allerdings auch nie einen Grund sich zu beklagen, denn – egal ob wir auf Kinderfreizeit, Klausur, Grundkurs oder Konvent waren – es fand sich immer jemand, der sich mit ihm beschäftigt hat – das Privileg des 1. „EJ-Kindes“ unserer Generation ;-) Nachdem der Herbst vorbei war, beschränkten sich die EJ-Aktivitäten dann auf vereinzelte Veranstaltungen wie z.B. Kinderkonzert oder Kreuzweg.

In Zukunft wird es wohl leider meistens so sein, dass wir „nur“ als Teilnehmer auf EJ-Veranstaltungen zu sehen sind, aber mit Kindern scheint man schneller zu altern und so ist auch frau mal irgendwann zu alt, um zwischen all den jungen Hüpfern herumzuhüpfen ;-) Das ist zwar schade für mich, aber mit Sicherheit auch gut für die EJ, denn neue Mitarbeiter bringen neue Ideen und frischen Wind in die Arbeit und wenn engagierte Jugendliche da sind, dann sollen die ruhig auch arbeiten dürfen!

Wir widmen uns nun erstmal einzig der Kindererziehung und hoffen, dass die lieben Kleinen mal in die Fußstapfen von Mama und Papa treten. Der Grundstein ist ja – zumindest beim ersten Kind – schon gelegt und auf den folgenden Bildern kann man unschwer erkennen, dass ihm das ganz gut gefällt!

Die Geschichte vom Milch-Kaspar

Der Kaspar*, der war kerngesund
Ein dicker Bub und kugelrund
Er hatte Backen, rot und frisch
Die Milch, die trank er hübsch bei Tisch
Doch einmal fing er an zu schrei’n:
„Ich trinke keine Milch mehr – nein!“

Na ja, ganz so ist es bei uns nicht abgelaufen. Zum einen konnte unser Zwerg sich zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich ausdrücken und in Worte fassen, was er will, und zum anderen war es eher die Mama, die gesagt hat: „Du kriegst jetzt keine Milch mehr, nein!“

Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, ein Baby an „feste“ Nahrung (= Brei, besonders fest…) zu gewöhnen, denn man kann sich ja schließlich nicht sein Leben lang von Milch ernähren, v.a. dann nicht, wenn man noch wachsen will. In Sachen Beikost sind sich Hebammen, Kinderärzte und Elternratgeber auch überraschend einig: Etwa ab dem sechsten Monat sollte man mit dem Abstillen beginnen und die Milchmahlzeit am Mittag durch einen Brei ersetzen.

Immer nach vier bis fünf Wochen wird ein weiterer Brei eingeführt, damit sich das Verdauungssystem an die Umstellung gewöhnen kann. Nach 10 – 12 Monaten muss der Nachwuchs dann gar nicht mehr gestillt oder mit dem Fläschchen gefüttert werden und kann zum Teil sogar schon richtig feste Nahrung zu sich nehmen und am Familientisch mitessen.
Viel Geduld sollten die Eltern beim Einführen der Beikost auf jeden Fall haben! Das Essen mit dem Löffel ist nämlich nicht ganz einfach, da der Säugling einen sogenannten „Zungenstoßreflex“ hat und deshalb mit der Zunge automatisch alles wieder aus dem Mund schiebt. Das hat also nicht zwangsläufig damit zu tun, dass das Essen dem Kleinen nicht schmecken würde – aber möglich ist es natürlich schon auch :-) Müde und quengelige Kinder sind eher selten aufgeschlossen gegenüber Neuem und so sollte man das Essen mit dem Löffel dann probieren, wenn das Kind NICHT vor Hunger fast vom Fleisch fällt, seinen Mittagsschlaf braucht, eine volle Windel hat oder andere Dinge ihm gerade nicht passen.
Empfohlen wird, am Mittag mit einem leckeren Karottenbrei anzufangen, denn Karotten schmecken süß und erfreuen sich bei den meisten Babys relativ großer Beliebtheit. Mit zwei bis drei Löffelchen, die der Nachwuchs mehr oder weniger gegessen hat, sollten sich die Eltern erst einmal zufrieden geben und dem Säugling gegen richtigen Hunger noch Milch einflößen. Wenn sich das Kind an den Gemüsebrei gewöhnt hat, fügt man dem Ganzen pürierte Kartoffeln und dann nach einiger Zeit etwas Fleisch hinzu. Mit dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ist die Mittagsmahlzeit dann komplett. Sinn macht es, den Sprössling schon früh mit möglichst vielen verschiedenen Gemüse- und Fleischsorten vertraut zu machen. Dabei sollte ein paar Tage lang jedoch nur eine Sorte gefüttert werden, um zu sehen, ob das Baby evtl. allergisch darauf reagiert. Als zweiter Brei soll der Getreide-Milch-Brei am Abend und dann der Getreide-Obst-Brei am Nachmittag eingeführt werden. Auch hier ist es von Vorteil, unterschiedliche Getreidesorten und Obstarten anzubieten.

Soviel zur Theorie, kommen wir zur Praxis! Auch wir haben uns nach fünf, sechs Monaten an die Beikost gewagt und uns daran relativ schnell gewöhnt. Unser Küken hat zwar bei jedem neuen Brei das Gesicht verzogen, aber so ziemlich alles gegessen, was ich ihm so vorgesetzt habe. Mal mehr, mal weniger natürlich, aber ein Kind holt sich, was es braucht und wenn es am Mittag mal nicht soviel isst, dann wird eben am Nachmittag gelöffelt, was das Zeug hält :-) Mit etwa einem dreiviertel Jahr waren wir dann zu groß für Brei und wollten anständiges Essen, nachdem ja auch schon einige Zähne zu sehen waren. So sind wir dann von heute auf morgen auf wirklich feste Kost umgestiegen: Brot mit allem möglichen Belag, Obst in allen Variationen, warmes Mittagessen mit Stückchen zum Kauen und viel Soße zum Schlucken, …
Mittlerweile könnte der große Kleine schon fast alleine essen – wenn er nicht oftmals zu faul dazu wäre! Mit Fingern funktioniert das Essen prima, aber auch mit Löffel und Gabel geht es schon ganz gut – es braucht nur ein wenig länger; Sauerei macht beides ;-) Allerdings hat das Küken nun auch gemerkt, dass es Sachen gibt, die nicht ganz so gut schmecken wie andere – und was nicht mundet, wird wieder ausgespuckt :-( Doch irgendwann wissen die Eltern ja zum Glück, was sie dem Kind vorsetzen dürfen und was nicht!

*Name von der Redaktion geändert ;-)

Alles Gute zum Geburtstag, Küken!

Eigentlich würd ich ganz gern einfach nur frühstücken ...

Aus dem einfachen Frühstück wird heute nichts – schließlich ist heute dein 1. Geburtstag und da gehört ein Geburtstagskuchen und ein bisschen Deko auf dem Tisch nun mal dazu :-)

So ein Jahr ist ganz schön kurz : Gestern lagen wir noch im Krankenhaus und heute ist der Kleine tatsächlich schon ein Jahr alt! So schnell wird man vom Säugling zum Kleinstkind …
Hinter uns liegt „ein Jahr voller Premieren“. Diese Überschrift krönte auch einen Artikel in einer der zahlreichen Eltern-Zeitschriften, die man so bekommen kann in Apotheken, Drogerien, usw. Berichtet wurde in diesem Artikel hauptsächlich über Highlights wie z.B. das erste Lächeln, den ersten Schritt, die ersten Worte. Doch mit keiner Silbe wurde erwähnt, dass es noch viel mehr andere Premieren im Verlauf eines Jahres gibt, tststs – die hätten uns doch wirklich vorwarnen können ;-)

Für so manche Eltern ist es ja schon eine Premiere, so ein kleines Zwergerl auf dem Arm zu halten. Und da heißt es gut aufpassen, denn so ein Baby ist zwar erstaunlicherweise fertig und mit allem ausgestattet, was so zu einem Menschen gehört, doch natürlich noch viel empfindlicher und man will ja schließlich nichts kaputt machen! Glücklicherweise haben wir beide in der Verwandtschaft schon ein bisschen „üben“ können und so war es kein komplettes Neuland, doch mit dem eigenen Kind ist es schon noch mal etwas anderes – nämlich viel, viel, viiiiiiiiel schöner :-)

Mal abgesehen von so alltäglichen Dingen wie  zum ersten Mal Stillen, Füttern, Wickeln oder Durchschlafen erwartet die Eltern und das Kind noch jede Menge mehr.

Das 1. wirklich nervenaufreibende  Schreien!
Ich würde mal behaupten, ich bin berufsbedingt schon sehr belastbar und wir haben ja eigentlich wirklich Glück mit unserem Kleinen, ein richtiges Vorzeige-Kind und Sonnenschein – aber auch bei uns gab und gibt es immer mal wieder Regen- und Gewittertage :-( Nun geht man ja erstmal davon aus, dass das Kind nicht aus Spaß an der Freude schreit, sondern einen anderen triftigen Grund dazu hat. Wenn allerdings weder füttern, wickeln oder herumtragen funktioniert, dann ist man irgendwann mit seinem Latein am Ende und man hat keine Ahnung, was dem Kind noch fehlen könnte. Aber es muss dem Kind ja auch nicht zwangsläufig etwas fehlen; im Zweifelsfall hat es einfach einen Wachstumsschub :-) Und so ein Baby wächst oft!!! Gerade in solchen Phasen ist das Kind auf Nähe und Geborgenheit angewiesen und wer sein Kind nicht schreiend herumtragen will, kann es ja mal mit einem Spaziergang probieren. Unserem Küken gefiel das ausnehmend gut; da konnte es nämlich wunderbar einschlafen und die Welt war ruckzuck wieder in Ordnung!
(Wer von dem Geschrei zu sehr genervt ist, der sollte sich jedoch auch mal eine Auszeit gönnen und das Kind z.B. mal bei den Großeltern oder guten Freunden für ein, zwei Stunden abgeben. Besteht die Möglichkeit nicht, kann man ein Baby auch mal zum Schreien auf den Boden legen, aus dem Raum gehen, tief durchatmen oder selbst schreien und dann sollte es auch wieder gehen ;-))

Eines unserer Highlights: der 1. Urlaub!
Als wäre es schon nicht schwer genug, an all die Dinge zu denken, die man bzw. frau so braucht – nun muss man auch noch für einen Säugling mitdenken! Dank Stilldemenz und Listentick hab ich DIE Lösung für dieses Problem gefunden: rechtzeitig vor dem Urlaub anfangen zu überlegen, was das Baby so braucht und aufschreiben – alle Dinge abtipseln und auf dem PC speichern, sodass man nicht vor jedem Urlaub so lange überlegen muss – Liste ausdrucken und beim Packen abhaken – fertig! Wenn das mit dem Packen funktioniert hat, ist schon mal viel geschafft. Was dann noch etwas stressig ist, ist die Hin- und Rückfahrt – der Urlaub an sich ist ja zur Entspannung da, wenn alles gut läuft. Da viele Babys im Auto schlafen, bietet es sich an, nach dem Mittagessen zu fahren, damit das Baby seinen Mittagsschlaf im Auto verbringen kann, denn so eine Autofahrt kann ganz schön langweilig sein, wenn man sich alleine nicht sooo viel beschäftigen kann. Pause gibt es nicht, wenn es den Eltern passt, sondern wenn das Kind wach ist und es nicht mehr aushält vor Hunger, Durst, voller Windel oder was ihm halt sonst noch so einfällt. Sobald der Urlaubsort erreicht ist, bleibt nur noch eine Frage: Wie schläft das Kind in einer völlig neuen Umgebung? Unser Spatz war da sehr problemlos; Spieluhr und Schnuffeltuch rochen nach Bett und Schlafen und das war völlig ausreichend, um ihm das Einschlafen zu erleichtern. Alternativ hätte er einfach bei uns im Bett geschlafen – aber das war ja nicht nötig.

Das 1. Mal Weihnachten!
Mit so einem Fest ist ein Baby schon ganz schön überfordert! Von allen Seiten gibts Geschenke – aber was soll man denn mit all diesen eingepackten Kartons? -, man muss jeden Tag woanders hin zum Feiern – nicht mal in Ruhe Mittagsschlaf machen kann man da – und es wird eigentlich ständig gegessen – soviel Hunger kann doch kein Mensch haben! Natürlich haben wir trotzdem jeden Tag bei einem anderen Teil der Familie gefeiert, einen Weihnachtsgottesdienst besucht und natürlich fehlten die Geschenke auch nicht – das gehört halt nun mal zum Weihnachtsfest dazu! Wie bereits oben erwähnt: Wir haben ein „Übungs-Kind“ und der Kleine hat alles mitgemacht, was wir ihm so zugemutet haben. Regelmäßige Auszeiten sind bei so einem Feier-Marathon allerdings schon wichtig und wenn es dann mal zuviel war, hat sich einer von uns mit dem Küken zurückgezogen, damit der Erholungsschlaf auch nicht zu kurz kommt.

Bei den Premieren darf auch der 1. Umzug mit Kind nicht fehlen, doch darüber schreibe ich hier nichts – das würde den Rahmen sprengen! Unsere Erfahrungen und wertvollen Tipps zu diesem Thema gibt es in einem extra Beitrag :-)

Es ist wirklich erstaunlich, was in einem Jahr so alles passieren kann! Und mit Kind erlebt man alles auch nochmal viel intensiver, denn plötzlich ist alles wieder neu und ganz anders, als man es gewohnt war und bisher gekannt hat!
Kinder sind wirklich eine lohnenswerte Investititon :-)