So feiert man heute Geburtstag!

Ein paar Eindrücke aus dem ersten Lebensjahr unseres ersten Kükens haben wir hier in bildlicher und schriftlicher Form ja nun weitergegeben – es gäbe natürlich noch weit mehr zu berichten, aber das würde vermutlich den Rahmen unserer Homepage sprengen :-)

Wie bei allen Festen und Feiern im vergangenen Jahr wusste unser Kleiner auch an seinem Geburtstag nicht so recht, was der ganze Rummel eigentlich soll: „Die Mama trällert schon beim Wecken Lieder, gefrühstückt wird im Schlafanzug, es gibt Kuchen mit einer Kerze, komische Papierfetzen liegen auf dem Tisch, die ganze Verwandtschaft kommt zu Besuch und es gibt jede Menge Sachen zum Auspacken, mit denen man spielen kann – aber was auch immer das zu bedeuten hat, es war auf jeden Fall ein schöner Tag!“

Auch wenn so ein Zwerg noch gar nicht weiß, was ein Geburtstag ist und warum man da so ein Trara macht, haben wir ihn natürlich gebührend gefeiert.
Ich musste unbedingt eine Torte backen und eine Geburtstagseisenbahn – auch wenn diese mehr nach Auto oder Laster ausgesehen hat – vielleicht kann man es ja beim 2. Geburtstag besser erkennen, wenn an der Lok noch ein Waggon dran hängt :-) Geschmeckt hat der Geburtstagskuchen jedenfalls!
Selbstverständlich gab es zudem schön verpackte Geburtstagsgeschenke, bei denen ja angeblich die Verpackung das Schönste sein soll. Das können wir jedoch nicht bestätigen – weder die Verpackung noch der Inhalt waren für unser Geburtstagskind so interessant, als dass sie es mit dem „alten“ Spielzeug oder den Geburtstagsgästen hätten aufnehmen können.

Da am Nachmittag und Abend die Familie zum Feiern da war, haben wir versucht, den Vormittag und Mittag so ruhig wie möglich zu gestalten. Nach dem Frühstück durfte das Küken baden und mit seinem neuen Badespielzeug spielen und machten einen ausgiebigen Spaziergang in die Stadt und wieder zurück. Es wurde dann zeitlich für die Mama fast ein wenig knapp mit dem Fertigstellen der Torte, aber vorrangig geht es bei der Feier für den Nachwuchs ja nicht darum, der Mama einen schönen Tag zu bereiten, sondern dem Kind. Was für ein Glück, dass wir noch keinen Kindergeburtstag feiern müssen ;-) Zur Erholung gab es am Nachmittag einen Mittagsschlaf und dass der Sohnemann diesen gebraucht hat, wurde daran deutlich, dass wir ihn zum Abendessen dann wecken mussten – und dann hatte er nicht mal Hunger! Das Abendessen hat er dann nachgeholt, als wir alle Gäste „rausgeschmissen“ hatten und er in Ruhe und Frieden futtern konnte, bevor es ins Bett ging :-)

Alles Gute zum Geburtstag, Küken!

Eigentlich würd ich ganz gern einfach nur frühstücken ...

Aus dem einfachen Frühstück wird heute nichts – schließlich ist heute dein 1. Geburtstag und da gehört ein Geburtstagskuchen und ein bisschen Deko auf dem Tisch nun mal dazu :-)

So ein Jahr ist ganz schön kurz : Gestern lagen wir noch im Krankenhaus und heute ist der Kleine tatsächlich schon ein Jahr alt! So schnell wird man vom Säugling zum Kleinstkind …
Hinter uns liegt „ein Jahr voller Premieren“. Diese Überschrift krönte auch einen Artikel in einer der zahlreichen Eltern-Zeitschriften, die man so bekommen kann in Apotheken, Drogerien, usw. Berichtet wurde in diesem Artikel hauptsächlich über Highlights wie z.B. das erste Lächeln, den ersten Schritt, die ersten Worte. Doch mit keiner Silbe wurde erwähnt, dass es noch viel mehr andere Premieren im Verlauf eines Jahres gibt, tststs – die hätten uns doch wirklich vorwarnen können ;-)

Für so manche Eltern ist es ja schon eine Premiere, so ein kleines Zwergerl auf dem Arm zu halten. Und da heißt es gut aufpassen, denn so ein Baby ist zwar erstaunlicherweise fertig und mit allem ausgestattet, was so zu einem Menschen gehört, doch natürlich noch viel empfindlicher und man will ja schließlich nichts kaputt machen! Glücklicherweise haben wir beide in der Verwandtschaft schon ein bisschen „üben“ können und so war es kein komplettes Neuland, doch mit dem eigenen Kind ist es schon noch mal etwas anderes – nämlich viel, viel, viiiiiiiiel schöner :-)

Mal abgesehen von so alltäglichen Dingen wie  zum ersten Mal Stillen, Füttern, Wickeln oder Durchschlafen erwartet die Eltern und das Kind noch jede Menge mehr.

Das 1. wirklich nervenaufreibende  Schreien!
Ich würde mal behaupten, ich bin berufsbedingt schon sehr belastbar und wir haben ja eigentlich wirklich Glück mit unserem Kleinen, ein richtiges Vorzeige-Kind und Sonnenschein – aber auch bei uns gab und gibt es immer mal wieder Regen- und Gewittertage :-( Nun geht man ja erstmal davon aus, dass das Kind nicht aus Spaß an der Freude schreit, sondern einen anderen triftigen Grund dazu hat. Wenn allerdings weder füttern, wickeln oder herumtragen funktioniert, dann ist man irgendwann mit seinem Latein am Ende und man hat keine Ahnung, was dem Kind noch fehlen könnte. Aber es muss dem Kind ja auch nicht zwangsläufig etwas fehlen; im Zweifelsfall hat es einfach einen Wachstumsschub :-) Und so ein Baby wächst oft!!! Gerade in solchen Phasen ist das Kind auf Nähe und Geborgenheit angewiesen und wer sein Kind nicht schreiend herumtragen will, kann es ja mal mit einem Spaziergang probieren. Unserem Küken gefiel das ausnehmend gut; da konnte es nämlich wunderbar einschlafen und die Welt war ruckzuck wieder in Ordnung!
(Wer von dem Geschrei zu sehr genervt ist, der sollte sich jedoch auch mal eine Auszeit gönnen und das Kind z.B. mal bei den Großeltern oder guten Freunden für ein, zwei Stunden abgeben. Besteht die Möglichkeit nicht, kann man ein Baby auch mal zum Schreien auf den Boden legen, aus dem Raum gehen, tief durchatmen oder selbst schreien und dann sollte es auch wieder gehen ;-))

Eines unserer Highlights: der 1. Urlaub!
Als wäre es schon nicht schwer genug, an all die Dinge zu denken, die man bzw. frau so braucht – nun muss man auch noch für einen Säugling mitdenken! Dank Stilldemenz und Listentick hab ich DIE Lösung für dieses Problem gefunden: rechtzeitig vor dem Urlaub anfangen zu überlegen, was das Baby so braucht und aufschreiben – alle Dinge abtipseln und auf dem PC speichern, sodass man nicht vor jedem Urlaub so lange überlegen muss – Liste ausdrucken und beim Packen abhaken – fertig! Wenn das mit dem Packen funktioniert hat, ist schon mal viel geschafft. Was dann noch etwas stressig ist, ist die Hin- und Rückfahrt – der Urlaub an sich ist ja zur Entspannung da, wenn alles gut läuft. Da viele Babys im Auto schlafen, bietet es sich an, nach dem Mittagessen zu fahren, damit das Baby seinen Mittagsschlaf im Auto verbringen kann, denn so eine Autofahrt kann ganz schön langweilig sein, wenn man sich alleine nicht sooo viel beschäftigen kann. Pause gibt es nicht, wenn es den Eltern passt, sondern wenn das Kind wach ist und es nicht mehr aushält vor Hunger, Durst, voller Windel oder was ihm halt sonst noch so einfällt. Sobald der Urlaubsort erreicht ist, bleibt nur noch eine Frage: Wie schläft das Kind in einer völlig neuen Umgebung? Unser Spatz war da sehr problemlos; Spieluhr und Schnuffeltuch rochen nach Bett und Schlafen und das war völlig ausreichend, um ihm das Einschlafen zu erleichtern. Alternativ hätte er einfach bei uns im Bett geschlafen – aber das war ja nicht nötig.

Das 1. Mal Weihnachten!
Mit so einem Fest ist ein Baby schon ganz schön überfordert! Von allen Seiten gibts Geschenke – aber was soll man denn mit all diesen eingepackten Kartons? -, man muss jeden Tag woanders hin zum Feiern – nicht mal in Ruhe Mittagsschlaf machen kann man da – und es wird eigentlich ständig gegessen – soviel Hunger kann doch kein Mensch haben! Natürlich haben wir trotzdem jeden Tag bei einem anderen Teil der Familie gefeiert, einen Weihnachtsgottesdienst besucht und natürlich fehlten die Geschenke auch nicht – das gehört halt nun mal zum Weihnachtsfest dazu! Wie bereits oben erwähnt: Wir haben ein „Übungs-Kind“ und der Kleine hat alles mitgemacht, was wir ihm so zugemutet haben. Regelmäßige Auszeiten sind bei so einem Feier-Marathon allerdings schon wichtig und wenn es dann mal zuviel war, hat sich einer von uns mit dem Küken zurückgezogen, damit der Erholungsschlaf auch nicht zu kurz kommt.

Bei den Premieren darf auch der 1. Umzug mit Kind nicht fehlen, doch darüber schreibe ich hier nichts – das würde den Rahmen sprengen! Unsere Erfahrungen und wertvollen Tipps zu diesem Thema gibt es in einem extra Beitrag :-)

Es ist wirklich erstaunlich, was in einem Jahr so alles passieren kann! Und mit Kind erlebt man alles auch nochmal viel intensiver, denn plötzlich ist alles wieder neu und ganz anders, als man es gewohnt war und bisher gekannt hat!
Kinder sind wirklich eine lohnenswerte Investititon :-)