Und ehe man sich versieht …

… ist der schönste Tag im Leben eines Paares dann auch schon vorbei :-(

Eigentlich müsste man zwei oder drei Tage Hochzeit feiern, damit sich der ganze Aufwand auch lohnt :-) Der Tag fing ja recht früh an mit dem Styling und Ankleiden und ruckzuck ist es dann plötzlich mitten in der Nacht, die Gäste verabschieden sich und keine fünf Stunden später steht man wieder auf der Matte, um aufzuräumen. Erstmal haben wir ein wenig sortiert, zum Beispiel alle restlichen Gläser und Geschirrteile in die Küche, Flaschen in die Kästen, …, Geschenke auf den Geschenketisch :-)

Wunderschön!!! Dennoch hoffe ich, dass bei unserem Haus mal nicht die Wände zusammengenäht sind und das Dach mit Heißkleber hält, denn beim ersten Regen wären die Ziegel vom Haus gefallen. Der Heißkleber löst sich in Wasser nämlich ganz von alleine von den Münzen. Bei dem abgebildeten Haus war das auch ganz praktisch, sonst hätte die Bank das Geld reinigen müssen ;-)

Wer kein Geld schenken wollte oder nichts von unserem Wunsch wusste, hat sich selbst Gedanken machen müssen und es kamen ganz tolle Geschenke dabei heraus: angefangen von Servierplatten über Pflanzen und Gutscheine bis hin zu drei Käsehauben!

Wir bedanken uns herzlich für eure zahlreichen Geschenke!!! Wir haben uns sehr über alles gefreut!

Eine Danksagungskarte und ein kleines Präsent für die Hochzeitsgäste war daher natürlich ein Muss! Dass das Ganze etwas länger gedauert hat, tut uns wirklich leid, doch um für jeden Gast ein passendes Bild für das Memory-Kärtchen zu finden, mussten wir die Fotos erstmal selbst alle sichten und dann auswählen. Und da ihr uns alle kennt und wisst, wie oft wir wirklich mal zu Hause sind, sind wir sicher, dass ihr für die Verzögerung Verständnis habt!
Beim Suchen nach schönen Danksagungskarten bin ich jedoch auf einen Artikel gestoßen, in dem stand, dass es reicht, die Danksagungskarten ca. einen Monat nach der Hochzeitsreise zu verschicken. So gesehen waren wir sogar ziemlich bald dran, denn einige haben die Danksagung ja schon deutlich vor unserer Hochzeitsreise erhalten ;-)

Oh, das muss ja auch noch gemacht werden!!!

Wenn man so ein, zwei Monate vor der Hochzeit dann den ganzen Tag in Gedanken durchgeht, fallen einem noch so ein paar Dinge auf, die man vielleicht zwar schon notiert, aber noch nicht erledigt hat. So ging es auch uns …

„Die Leute kommen in den Saal zum Kaffee und setzen sich.“ Wohin? Auf welche Plätze? Gibt es Tischkarten? Setzt sich jeder dahin, wo er lustig ist?
Nachdem wir schon Probleme damit hatten, 20 Familienangehörige so zu setzen, dass jeder zufrieden ist, haben wir gedacht, wir sparen uns diese Arbeit und es darf sich jeder einen Platz frei wählen. Wir haben ein paar Plätze mehr gedeckt, so dass es auch nicht tragisch war, wenn jemand etwas später gekommen ist und dann doch noch bei seinen Freunden, Bekannten, … sitzen wollte. Es konnte ja zwischendrin zur Not ein Platz freigehalten werden. Für die Familie gab es dann auch schicke Tischkarten:

„Wer deckt eigentlich den Kaffeetisch und stellt die Tische und wann?“ Es bietet sich an, den Saal schon am Tag vorher zu richten. Das ging bei uns auch problemlos, denn das Paul-Eber-Haus war am Freitag nicht belegt. Dank eines Familienrundrufes mussten wir die Arbeit auch nicht alleine machen :-) Mit Hilfe von Eltern und Schwestern haben wir die Tische ruckzuck gestellt, dekoriert und für Kaffee & Kuchen gedeckt. Da wir den „Großeinkauf“ – Tischdecken, Servietten, Kaffee, Milch, Kaffeemilch, Zucker, Tee, Säfte und Obst für Cocktails, Trinkhalme, Teelichte, Alufolie, Kuchenteller, Klopapier, … – schon am Tag vorher erledigt hatten, haben wir am Freitag nur noch das Vergessene nachgekauft, was dann ja nicht mehr viel Arbeit war. Auf die Tische kamen auch natürlich auch unsere Menükarten, damit auch jeder Gast wusste, was es zum Essen geben würde:

Auch die Kuchen haben wir uns schon am Freitag vorbeibringen lassen, sofern das ging und haben das Kuchenbuffett schon ziemlich aufgebaut, so dass unser „Serviceteam“ am Samstag damit nicht soviel Arbeit hat. Wir haben die Sektgläser bereitgestellt für den Sektempfang nach dem Traugottesdienst, die Cocktailbar aufgebaut und zwischendurch den Wein abgeholt und die Getränkelieferung in Empfang genommen.
In der Küche haben wir noch eine TO DO – Liste für unser Service-Team aufgehängt, damit jeder weiß, wann was zu tun ist und das hat sich auch wirklich bewährt und ich kann eine solche Liste jedem empfehlen, denn es ist schon einiges, was da an Arbeiten anfällt – das kann man sich fast nicht merken!

Serviceteam-Liste

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei unseren fleißigen Helfern, die ihre Arbeit wirklich toll gemacht und uns sehr entlastet haben!!!

Währenddessen konnte unsere 3-Mann/Frau-Band auch schon aufbauen und alles einstellen, damit es am Hochzeitstag direkt nach dem Einstöpseln der Instrumente losgehen konnte.

„Standesamt, Brunch, Sektempfang, Kaffee & Kuchen, Musik, Cocktailbar, Abendessen – alles soweit fertig! Müssen wir für den Gottesdienst noch was machen?“ JAAAAAA!!!

Eine Traukerze wollten wir haben – wem gibt man diese Aufgabe? Natürlich jemandem, der besonders kreativ ist und das demnach auch gut kann! In unserem Fall durfte das meine große Schwester machen, die uns auch eine wunderschöne Kerze gezaubert hat! Die Fürbitten haben wir an EJ-Mitarbeiterinnen abgegeben; schließlich haben sie darin Erfahrung und da konnten wir uns sicher sein, dass etwas Schönes dabei herauskommt!

„Wie kommt der Blumenschmuck in die Kirche?“ In der Regel kontaktiert man die Person, die einen Schlüssel zur Kirche hat, fährt den Blumenschmuck in die Kirche und stellt ihn auf bzw. befestigt ihn dort. Wir haben das so ähnlich gemacht. Wir haben dafür gesorgt, dass die Kirche offen ist, wenn meine Tante den Blumenschmuck dorthin bringen will – und das hat auch sehr gut geklappt!

„Wir müssen ja die Liedblätter mit dem Gottesdienst-Ablauf  auch noch nach Obernbreit bringen!“ Stimmt! Doch das war nicht so ein großer Act. Wenn der Gottesdienst mit den Liedern erstmal fertig geschrieben, kopiert und gefaltet ist, dann ist das eigentlich nur noch eine kleine Sache von vielleicht 20 Minuten – und da ist die Fahrt schon mitgerechnet :-)

Liedblatt Godi

„Wer verteilt die Süßigkeiten an die Kinder vom Kindergarten und an die Jungscharler, die sich sicher etwas Tolles ausgedacht haben zu unserer Hochzeit?“ Keine wesentlich schwierige Frage und auch keine schwierige Aufgabe – man muss bloß daran denken, wenn man in einem sozialen Beruf arbeitet und sich ehrenamtlich einbringt.

Wenn nun diese letzten Kleinigkeiten noch getan sind, dann kann der große Tag auch wirklich kommen!!! Mit einer guten Organisation hat man an der Hochzeit meist immer noch genug zu tun, denn es soll ja alles glatt laufen und so funktionieren, wie man es sich vorstellt. Das kann man nur abschalten, indem man sich die Hochzeit planen lässt – aber wer will sich schon an seiner eigenen Hochzeit hinsetzen und nichts tun außer sich feiern lassen ;-)

… sind noch zu berücksichtigen!

Im etwas weiteren Vorfeld sollte sich das Brautpaar über die nun folgenden Dinge Gedanken machen.

Da wir nicht einschätzen konnten, wie lange es dauert, unsere Trauringe extra anfertigen zu lassen, sind wir frühzeitig zu einem Juwelier und haben uns verschiedene Modelle angesehen und anprobiert. In der Regel wird das Modell dann nur der Fingergröße angepasst und das sollte nicht allzuviel Zeit in Anspruch nehmen. Da wir unseren „Privat-Juwelier“ in der Familie haben, sind wir mit unseren Wünschen, nachdem wir uns für ein schönes Paar Ringe entschieden haben, zu meinem Onkel, haben ihm unsere Vorstellungen beschrieben und die Größe des Ringfingers gemessen – und dann mussten wir nur noch warten, bis die Ringe fertig waren :-)

Vielen lieben Dank, Mario, dass du uns so wunderschöne, individuelle Ringe gefertigt hast!!!

Auch über den Blumenschmuck im Festsaal, in der Kirche sowie auf dem Brautauto muss man nachdenken. Das mit der Dekoration im Paul-Eber-Haus war recht einfach, denn meine Familie wollte es sich keinesfalls nehmen lassen, sich um diese zu kümmern. Dank meiner großen Verwandtschaft konnte ich auch eine erstklassige Floristin ausmachen, mit der wir über den Blumenschmuck in der Kirche gesprochen haben. Meine Tante hat uns ganz tolle Gestecke für den Altar und die Bänke gestaltet, die ihr hier auch sehen könnt. Auch den Kranz auf unserem Brautauto haben wir ihr zu verdanken! Herzlichen Dank für deine Unterstützung, Barbara!

Der Dank für den Brautstrauß geht an meine Cousine Carola :-)

 

 

Vom Brautauto hatte ich es nun schon zwei-, dreimal … dieses kann natürlich nicht einfach ein Almera sein – obwohl der hinten drin wenigstens genug Platz für mich und mein Kleid gehabt hätte. Na ja, wahrscheinlich nicht ganz, aber damit ich problemlos mit Kleid einsteigen hätte können, hätte ich wohl auch eine Kutsche oder eine Limousine gebraucht ;-) Das Brautauto hätte uns sicher einige Kopfzerbrechen bereitet, doch mein Papa hat sich den Kopf schon vor uns zerbrochen und für uns das Cabrio von seinem Nachbarn geliehen. Selbstverständlich war mein Papa dann auch der Chaffeur und auf der Fahrt von Obernbreit nach Kitzingen konnten wir sogar das Verdeck aufmachen :-)

Ein paar Kleinigkeiten …

Man könnte meinen, die Feier kann schon beginnen, doch es fehlen noch ein paar kleine Dinge, die zu organisieren sind …

Vom schönsten Tag im Leben soll es natürlich Fotos geben. Natürlich machen diese viele Hochzeitsgäste sowieso, doch auf den Bildern sind dann meistens dieselben Leute abgebildet und Fotos von der Zeremonie im Standesamt oder in der Kirche sind dann eher selten, weil da alle Leute damit beschäftigt sind, dem Verlauf zu folgen. Das soll ja auch so sein :-) Aus diesem Grund macht es Sinn, sich einen „professionellen“ Fotografen auszuschauen, der an der Hochzeitsfeier teilnimmt und alles fotografiert, was es zu fotografieren gibt: die Trauung im Standesamt, die Braut mit Freundinnen, den Bräutigam mit Familie, das Brautpaar mit Gästen, das Brautpaar alleine, das Frühstücksbuffett, das Brautpaar beim Essen, das Brautpaar im Hochzeitsauto, die Gäste in der Kirche, den Brautvater, das Brautpaar bei der Trauung, die Band in der Kirche, die Gäste beim Auszug, die Hochzeitsgesellschaft aus allen Blickrichtungen, das Spielzimmer, das Kaffeebuffett, das Abendessenbuffett, das Brautpaar, das Brautpaar mit Familie, die Braut mit Schwestern, die Hochzeitsspiele, die Band bei der Feier, den Barkeeper, das Brautpaar, … und ganz wichtig sind auch die anderen Fotografen und Filmer! Da weiß man nach der Hochzeit ganz genau, wo man noch Bilder einsammeln kann, um auch wirklich genug Auswahl zu haben, falls die 800 Bilder des berufenen Fotografen nicht ausreichen sollten :-)

Wer will, kann auch richtig viel Geld für einen professionellen Fotografen ausgeben – auf Hochzeitsmessen präsentieren sich jede Menge von diesen! Wir haben beschlossen, dass der Partner meiner Tante das auch kann und haben uns keinen anderen Fotografen engagiert, damit sind wir auch sehr gut zurecht gekommen!

Wir bedanken uns an dieser Stelle auch nochmals bei Adrian, der uns den ganzen Tag über hinterhergelaufen ist, um uns möglichst oft auf Bildern festzuhalten und der auch darauf geachtet hat, von jedem Tagesabschnitt Bilder bei uns abzuliefern. Vielen herzlichen Dank!!!

PS: Falls wir irgendwann nochmals heiraten sollten (nicht, dass wir das jetzt schon vorhätten), haben wir uns folgende Idee schon vorgemerkt: Es wird ein Laptop aufgestellt und jeder Gast, der Fotos von der Feier gemacht hat, wird gebeten, diese (wenn sie nicht zensiert werden müssen) direkt auf dem Laptop zu speichern. Damit spart man sich hinterher viel Zeit beim Herausfinden der vielen verschiedenen Fotografen und braucht auch keinen Rundlauf zu machen, um alle Fotos einzusammeln :-)

Was wollen wir trinken – den ganzen Tag lang?

Das mit den Getränken war eine relativ einfache Angelegenheit – im Gegensatz zu allem anderen, was wir vorher organisieren mussten. Natürlich sollten unsere Gäste auch nicht auf dem Trockenen sitzen und da es Sommer und bestimmt heiß ist, müssen genügend Getränke da sein!

Wir haben das mit den alkoholfreien Getränken ganz einfach geregelt und uns an einen Rat meiner großen Schwester gehalten, die schon verheiratet war: Getränke in Mainbernheim beim örtlichen Spar-Markt bestellen! Diese werden am gewünschten Termin geliefert und die übrig gebliebenen Kästen einen Tag nach der Hochzeit, auch wenn es ein Sonntag ist, wieder abgeholt. Je nachdem, wie heiß es wirklich war und wieviel die Gäste getrunken haben, wird abgerechnet. Einfacher geht es fast nicht! Gemeinsam mit dem „Getränkelieferanten“ haben wir überlegt, wie viele Kästen wohl gebraucht werden und das hat wunderbar geklappt. Wenn ich meine Rechnung noch richtig entziffern kann, dann haben wir folgendes gebraucht:

– 3 Kästen Wasser, spritzig
– 2 Kästen Wasser, still
– 3 Kästen Apfelsaftschorle
– 2 Kästen Orangenlimonade
– 2 Kästen Bier
– 1 Kasten Radler
– 2 Kästen Cola

Natürlich wollten wir den Gästen nicht nur alkoholfreie Getränke (mit Ausnahme von Bier und Radler) anbieten. Dass ein Wein her muss, war klar und so haben wir in Obernbreit beim Weingut Löther viele Kisten Wein bestellt. Was übrig war, durften wir auch in diesem Fall wieder problemlos zurückbringen. Viel Wein wurde gar nicht getrunken, es werden wohl um die 50 Flaschen Wein gewesen sein.

Das Highlight war unsere Cocktailbar, die mein Schwager betreut hat. Gemeinsam einigten wir uns auf alkoholische und alkoholfreie Cocktails für die Fahrer bzw. für die Kinder, die dann natürlich auch nicht leer ausgehen sollten. Michael mixte eigentlich durchgehend ab nach dem Kaffeetrinken, denn jeder wollte einen der folgenden, mit Fruchtspießen liebevoll garnierten Cocktails haben:

– Caipirinha
– Mojito
– Tequila Sunrise
– Absinth Alligator
– Fruit Cup (o. A.)
– Früchtezauber (o. A.)
– Blue Batavia (o. A.)
– Golden Nugget (o. A.)
– Sparkling Fruits (o. A.)

60 Longdrinkgläser haben wir uns beim Getränkelieferanten unseres Vertrauens ausgeliehen und ich meine mich zu erinnern, dass die auch alle besetzt waren. Ich kann nur schätzen, wie viele Cocktails getrunken worden sind und ich tippe mal so auf 150 – 200. Es gab auch irgendwie mehr als nur die 9 Cocktails, die wir ausgemacht haben, denn mein Schwager fing irgendwann an, den Kindern „Farb-Cocktails“ zu mixen – was diese halt gern wollten :-)

Wer zu irgendeinem Anlass mal eine Cocktailbar haben möchte – ich kann meinen Schwager nur weiterempfehlen :-)

Nachdem wir die Cocktailbar hatten, haben wir uns über andere alkoholische Getränke kaum noch Gedanken machen müssen, es war eigentlich für jeden was dabei! Und diejenigen, die ein wenig Abwechslung wollten, bekamen auch an der Cocktailbar alles, was das Herz begehrte :-)

Wir haben Hunger Hunger Hunger!!!

Hochzeiten sind dafür bekannt, dass man dort mehr oder weniger am laufenden Band isst und da wir an unserem großen Tag nicht selbst in der Küche stehen wollten (höchstens mal für einen Snack zwischendurch, wenn man noch nicht genug gegessen hat), haben wir diese Arbeit ganz vielen anderen fleißigen Händen überlassen.

Lange Überlegungen könnten angestellt werden, wenn man zu der Frage kommt, was die Gäste in der Zeit von der Standesamtlicher Trauung bis zur Kirchlichen Trauung tun sollen. Sinn macht es natürlich, zwischendurch etwas zu essen, damit alle gestärkt die Hochzeitszeremonie begehen können. Frühstück oder Mittagessen? Unser Tipp: Sucht euch eine nette Bäckerei oder ein nettes Café, das entweder in der Nähe des Standesamtes oder der Kirche liegt! Wir haben den BäckTro gefunden, bei dem wir vorher quasi schon Stammgast waren und uns sicher sein konnten, dass das Essen auch mundet. Die Buchung des Frühstücksbuffetts war total unkompliziert und dass wir am Hochzeitstag zu früh gekommen sind, war auch kein Problem! Die Mitarbeiterinnen haben uns erstmal mit Sekt anstoßen lassen und in der Zeit, bis wir die Gläser geleert hatten, wurde das Buffett fertig angerichtet. Wenn nur jede Mahlzeit so einfach geplant gewesen wäre …

Zum Kaffee nach dem Gottesdienst gehören selbstverständlich leckere Kuchen und Torten. Gut, wenn man eine große Familie hat, in der es lauter backfreudige Schwestern, Mamas, Tanten, Onkels, Omas, … gibt :-) Das Kuchenbuffett kann so schnell gefüllt werden.
In Anbetracht der zahlreichen Gäste erschienen uns die 15 – 20 Kuchen und die dreistöckige Hochzeitstorte fast doch etwas wenig, aber unsere Gäste waren sehr anständig und haben einen kompletten Marmorkuchen als Anstandshappen übrig gelassen, den wir am nächsten Morgen verspeisen konnten.

Je später der Abend, desto schwieriger die Essensplanung!
Bei mehreren Partyservicen haben wir Termine vereinbart und uns ein mögliches Menü zusammengestellt. Unser Rat an alle, die sich für einen Partyservice entscheiden: Nehmt denjenigen, der euch NICHT fragt, wie viele Klöße er für 120 Personen machen soll! Ein Partyservice sollte genug Erfahrung haben, um solche Dinge selbst zu wissen!
Eher durch Zufall sind wir an den Service der Metzgerei Bausewein in Kitzingen geraten und dort haben wir nach laaaaaaaaaaangem Suchen endlich einen Lieferservice gefunden, der unseren Erwartungen entsprochen hat. Das Menü sah folgendermaßen aus:

Broccolicremesuppe – Leberklößchensuppe

Sauerbraten, Klöße, Blaukraut
Putenpfanne, Spätzle
Vegetarische Nudelpfanne

Auswahl verschiedener Salate

Obstsalat – Joghurtcreme

Natürlich sollte der Geschmack des Brautpaares die Auswahl beeinflussen (auch wenn dieses u. U. vor Stress, Aufregung, wasauchimmer … gar nichts isst), denn schließlich feiert man in der Regel seine eigene Hochzeit nur einmal und der Tag soll dann auch perfekt sein!

Die beiden Desserts wurden mit freundlicher Unterstützung der Familie zubereitet und zu späterer Stunde gab es als Mitternachts-Snack noch Käseplatten mit verschiedenen Brotsorten, die von meiner Tante gerichtet wurden. Es ist schon von Vorteil, eine große Verwandtschaft zu haben :-)

Bei wem sollen die Spiele angemeldet werden?

Auf so einer Hochzeit lässt es sich nicht vermeiden, dass Spiele gemacht werden, bei denen das Brautpaar im Mittelpunkt steht. Nicht, dass man mich falsch versteht – Ich habe nichts gegen Spiele bei der Hochzeit, ich habe nur was gegen blöde Spiele bei der Hochzeit (zumindest bei meiner eigenen :-) ). Doch vor diesen sind wir ja verschont geblieben, danke an alle Gäste!!!

Bei einer großen Hochzeitsgesellschaft macht es Sinn, einen Zeremonienmeister bzw. eine Zeremonienmeisterin zu ernennen, bei der die Gäste ihre Spiele anmelden können, denn sonst sind es unter Umständen so viele Spiele, dass man am nächsten Abend noch weiterfeiern müsste, um alle durchzuführen. Oder das Brautpaar darf bei fünf Spielen testen, wie gut sich die beiden Partner kennen oder wie (un-)einig sie sich sind.
Manche Leute wollen ja auch nach dem Standesamt oder nach der Kirche eine Aktion machen und dann ist es gut, wenn der Zeremonienmeister eine ungefähre Zeit angeben kann, die eingeplant werden sollte. Aus genau diesem Grund ist es auch besonders praktisch, wenn das Brautpaar mit der Person, die die Spiele und Aktionen kennt, immer wieder mal Kontakt hat, damit man sich über solche Angelegenheiten austauschen kann.

Es ist natürlich nicht damit getan, einen Zeremonienmeister zu haben – dieser muss auch bekannt gemacht werden, d. h. Name und Telefonnummer am besten mit in die Einladung reinschreiben :-)

Wohin mit den Kindern der Familienangehörigen und Freunde?

Wenn man viele Gäste einlädt, ist die Chance, dass Familien mit Kindern unter den Eingeladenen sind, relativ hoch. Das ist wunderschön … doch Kinder neigen dazu, dass sie sich recht schnell langweilen, wenn sich die Erwachsenen gemütlich bei Kaffee und Kuchen, beim Abendessen und in der Esspause dazwischen unterhalten wollen und sich nur bedingt mit den Kindern beschäftigen können. Kinder sind sehr begabt darin, sich aus solchen langweiligen Situationen herauszuholen, doch besser ist es dennoch, gar keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Aus diesem Grund haben wir uns überlegt, ein Spielzimmer einzurichten. An Spiele in Standard- und Großformat kamen wir glücklicherweise recht günstig ran (www.brettspielmobil.de :-) ) und dann musste eigentlich nur noch eine professionelle Kinderbetreuung her … Durch unsere Arbeit bei der EJ konnten wir unsere Beziehungen spielen lassen – fähige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gibt es da wie Sand am Meer und in deren Hände kann man jedes Kind getrost geben – und wir danken Ines Herm ganz herzlich, dass sie die Kinder bei unserer Feier so toll beschäftigt und mit ihnen gespielt hat.

PS: Das Spielzimmer fand nicht nur bei den Kindern Anklang :-)

Was erwartet die Geladenen bei der Feier?

Wer schon mal auf einer Hochzeit eingeladen war, kann sich ungefähr vorstellen, was auf einen zukommt: Traugottesdienst, Essen, Trinken, Reden, Essen, Trinken, Spiele, Essen, Trinken, … Ihr merkt schon, das klingt besonders aufschlussreich! Deshalb darf man den Gästen in der Einladung schon einen etwas detaillierteren Ablauf schildern! Die wichtigsten Uhrzeiten sind ja bis zu dieser Frage bereits geklärt, die muss man also nur noch in den Text einfügen …
Für den Großteil unserer Gäste begann der Tag um 14.00 Uhr mit der Kirchlichen Trauung. Diejenigen, die schon zur Standesamtlichen Trauung und zum Frühstücksbuffet eingeladen waren, bekamen dies natürlich noch zusätzlich mit in den Ablauf geschrieben, damit sie nicht sagen können, sie hätten von nichts gewusst :-) Im Anschluss an den Traugottesdienst gab es Kaffee & Kuchen, was wir auch schön brav in den Text eingepflegt haben.

Nun soll es auch irgendwann Abendessen geben. Ein bisschen Zeit zwischen Kaffeetrinken und Abendessen sollte man den Gästen zum Verdauen lassen – so drei, vier Stunden dürften das ruhig sein!
Da kann dann wer will eine Brautentführung machen oder sich einfach nur so ein bisschen die Beine bei einem Spaziergang vertreten. (Wir heiraten ja schließlich extra im Sommer, damit wir schönes Wetter haben – da sitzt man doch nicht die ganze Zeit drinnen rum!) Diejenigen, die nicht nach draußen wollen, weil sie fußkrank oder lauffaul sind oder keine Lust haben, bei strömendem Regen durch das schöne Kitzingen zu laufen, sollen sich jedoch nicht langweilen. Aus diesem Grund haben wir eine tolle Band organisiert: „Fritz & Friends“ – sehr empfehlenswert! (Buchst du bei uns oder hier tommy.kt@web.de) Es war gut, dass keine Tanzmusik gespielt wurde, denn zum Tanzen für 120 Leute braucht man schließlich auch etwas Platz … Und woher hätten wir den nehmen sollen? Ob die Band nun schon nach dem Kaffee oder erst nach dem Abendessen gespielt hat, kann ich gar nicht mehr sagen – an der Hochzeit ist vieles einfach an mir vorübergegangen :-) Auf jeden Fall wäre das eine Idee, um die Zeit zu füllen. Eine weitere originelle Idee: Baut eine Cocktailbar auf! Wer nicht nur Bier, Wein und Schnäpse an alkoholischen Getränken anbieten oder etwas anderes möchte, darf diesen Gedanken gerne klauen, denn die Cocktails sind suuuuper angekommen. Vielen herzlichen Dank, lieber Michael! (Wer die Cocktails probieren möchte, kann dies gerne im Einhorn Kitzingen ab und zu tun – Infos gibt es zur Not bei uns :-) oder auf deren Internetseite!)

Die „Lückenfüller“ kann man mit in die Einladung schreiben, muss man aber nicht. Doch wann es Abendessen gibt, sollte man vielleicht schon reinschreiben. So haben wir dann zum Abendessen 19.00 Uhr angesetzt und haben geschrieben, dass es ein leckeres Buffett gibt. Mehr brauchen die Gäste erstmal noch nicht wissen – schließlich kommen sie ja nicht nur zum Essen, oder?!

Wenn man den Gästen dann noch die Möglichkeit einräumen will, komische Spiele zu veranstalten, bietet sich die Zeit nach dem Abendessen an, was man fairerweise auch kommunizieren sollte … ;-) Dass der Tag ein offenes Ende hat, sollte allen Heiratswütigen klar sein, weshalb es sich nicht gehört, ein Veranstaltungsende anzugeben. Wer ein Ende haben will, kümmert sich am besten selbst darum, dass die Polizei wegen Ruhestörung und Lärmbelästigung auftaucht …

Mit diesen Dingen sind die Gäste eigentlich ausreichend informiert und können sich in etwa vorstellen, auf was sie sich einlassen.

Wann sollen die Eingeladenen kommen? Wohin sollen sie kommen? (Teil 2)

Die Standesamtliche Trauung war eher ein notwendiges Übel … Wir hätten uns auch mit der Kirchlichen Trauung zufrieden gegeben, doch dann wären wir ja nicht „Mann und Frau“ geworden, sondern geblieben, was wir vorher waren :-)
Bei der Kirchlichen Trauung gestaltete sich das Ganze ein wenig einfacher … Wir wollten gerne, dass unser Dekanatsjugendpfarrer Uwe Rasp aus Obernbreit die Trauung vornimmt und haben dann auch beschlossen, in Obernbreit zu heiraten. Wer sich außerhalb seiner Heimatgemeinde trauen lassen möchte, muss den örtlichen Pfarrer um Erlaubnis fragen. Das haben wir ganz brav getan und dann einen Termin zum Traugespräch mit dem Pfarrer unseres Vertrauens ausgemacht. Unterlagen muss man zu diesem ersten Gespräch keine mitbringen; es ist allerdings von Vorteil, wenn man ein paar Daten zur eigenen Person im Kopf hat ;-) Der Pfarrer will nämlich beispielsweise wissen, wie man jetzt und zukünftig heißt, welche Konfession man hat und wann und wo man geboren, getauft und konfirmiert wurde. Bei dem Gespräch werden auch die ersten Vorstellungen zum Ablauf des Gottesdienstes abgesprochen und einige Absprachen getroffen (Wer kümmert sich um den Blumenschmuck? Soll der Ringwechsel in der Kirche stattfinden oder war dieser schon bei der Standesamtlichen Trauung? Soll eine Band spielen? Wer übernimmt die Fürbitten? Gibt es eine Traukerze? Soll das Brautpaar gefragt werden, ob es sich heiraten will oder sprechen beide Partner ein Traubekenntnis? Woher kommen die Ringe?). Zum Schluss nennt man dem Pfarrer seine gewünschte Uhrzeit (hier: 14.00 Uhr) und schon steht der Termin für die Kirchliche Trauung: Samstag, 27. Juni 2009 – 14.00 Uhr – Obernbreit

Wie wird die Zeit zwischen Standesamtlicher und Kirchlicher Trauung genutzt? Es gibt die Möglichkeit, die bereits versammelten Gäste nochmals nach Hause zu schicken oder sie zum Essen mitzunehmen. Es bietet sich eine Art Frühstücksbuffett oder Brunch an, denn dafür können zwei Stunden gut genutzt werden. Sinn macht es, sich einen dem Standesamt oder der Kirche nahe gelegenen Frühstücksort zu suchen, z. B. den Grammetbauers BäckTro, der nur zwei Minuten vom Kitzinger Rathaus entfernt ist. Selbst bei strömendem Regen kann man dort fast trocken ankommen :-) So eine Standesamtliche Trauung dauert etwa 20 – 30 Minuten – doch sollte das Brautpaar auch noch ein wenig Zeit für eventuelle Überraschungen im Anschluss an die Trauung im Rathaus einplanen. Da die Glücklichen meist nicht wissen, wie viele Leute sie überraschen möchten, kann man da großzügig nochmals 20 – 3o Minuten einplanen, weshalb wir das Buffett auf 12.00 Uhr bestellt haben. Wenn man dann ein wenig zu früh zum Essen kommt, wäre es sinnvoll, dem Personal noch ein wenig Zeit zu lassen und sich nicht sofort auf das, was schon steht, zu stürzen. Bis alle Gäste sich versammelt und einen Sitzplatz gefunden haben, ist das Essen sicher auch fertig und es kann auf das Wohl des Brautpaares angestoßen werden!
Ergebnis: Frühstücksbuffett im BäckTro Kitzingen – ca. 12.00 Uhr

Nun bleibt noch eine Frage zu klären: Wohin mit den 120 Gästen, die zum Kaffee und Abendessen eingeladen sind? Gastwirtschaft, Gemeindehaus, Open-Air-Feier …
Eine Feier im Freien ist zwar sicherlich schön, doch das kann leicht ins Wasser fallen – schönes Wetter kann man leider nicht buchen … Eine Gastwirtschaft bzw. ein Restaurant entsprach nicht unseren Vorstellungen, zudem haben wir keines mit entsprechend großem Saal gefunden … So sind wir dann am Ende wieder bei dem Ort, den wir als erstes in Erwägung gezogen haben, gelandet: dem Paul-Eber-Haus in Kitzingen. So mussten zwar die Gäste erst nach Obernbreit und dann wieder nach Kitzingen fahren, doch es ist ja glücklicherweise nicht so, dass es 10 Stunden dauert, bis man von Obernbreit nach Kitzingen gefahren ist. Die Kirchliche Trauung dauert ca. 45 – 60 Minuten, anschließend erwarten die Frischvermählten wieder ein paar Überraschungen und viiiiiiiiele Gratulanten. Dafür muss man schon 30 – 45 Minuten einplanen, wenn die Kirche voll ist. Nun rechnet man noch die Zeit dazu, die man braucht, um die Wegstrecke zurückzulegen und schon hat man die Zeit, zu der das Kaffee- und Kuchenbuffett eröffnet wird: Paul-Eber-Haus Kitzingen – ca. 16.00 Uhr