Und ehe man sich versieht …

… ist der schönste Tag im Leben eines Paares dann auch schon vorbei :-( Eigentlich müsste man zwei oder drei Tage Hochzeit feiern, damit sich der ganze Aufwand auch lohnt :-) Der Tag fing ja recht früh an mit dem Styling und Ankleiden und ruckzuck ist es dann plötzlich mitten in der Nacht, die Gäste verabschieden sich und keine fünf Stunden später steht man wieder auf der Matte, um aufzuräumen. Erstmal haben wir ein wenig sortiert, zum Beispiel alle restlichen Gläser und Geschirrteile in die Küche, Flaschen in die Kästen, …, Geschenke auf den Geschenketisch :-) Die Geschenke warten natürlich ungeduldig darauf, ausgepackt zu werden. Wenn man dies dann am nächsten Tag tut, sollte man sich gleich Zettel und Stift schnappen und mitschreiben, was man von wem geschenkt bekommen hat, sonst kann man sich bei den entsprechenden Leuten gar nicht richtig bedanken. Wenn man wie wir schon einen eigenen Haushalt

Oh, das muss ja auch noch gemacht werden!!!

Wenn man so ein, zwei Monate vor der Hochzeit dann den ganzen Tag in Gedanken durchgeht, fallen einem noch so ein paar Dinge auf, die man vielleicht zwar schon notiert, aber noch nicht erledigt hat. So ging es auch uns … „Die Leute kommen in den Saal zum Kaffee und setzen sich.“ Wohin? Auf welche Plätze? Gibt es Tischkarten? Setzt sich jeder dahin, wo er lustig ist? Nachdem wir schon Probleme damit hatten, 20 Familienangehörige so zu setzen, dass jeder zufrieden ist, haben wir gedacht, wir sparen uns diese Arbeit und es darf sich jeder einen Platz frei wählen. Wir haben ein paar Plätze mehr gedeckt, so dass es auch nicht tragisch war, wenn jemand etwas später gekommen ist und dann doch noch bei seinen Freunden, Bekannten, … sitzen wollte. Es konnte ja zwischendrin zur Not ein Platz freigehalten werden. Für die Familie gab es dann auch schicke Tischkarten: „Wer

… sind noch zu berücksichtigen!

Im etwas weiteren Vorfeld sollte sich das Brautpaar über die nun folgenden Dinge Gedanken machen. Da wir nicht einschätzen konnten, wie lange es dauert, unsere Trauringe extra anfertigen zu lassen, sind wir frühzeitig zu einem Juwelier und haben uns verschiedene Modelle angesehen und anprobiert. In der Regel wird das Modell dann nur der Fingergröße angepasst und das sollte nicht allzuviel Zeit in Anspruch nehmen. Da wir unseren „Privat-Juwelier“ in der Familie haben, sind wir mit unseren Wünschen, nachdem wir uns für ein schönes Paar Ringe entschieden haben, zu meinem Onkel, haben ihm unsere Vorstellungen beschrieben und die Größe des Ringfingers gemessen – und dann mussten wir nur noch warten, bis die Ringe fertig waren :-) Vielen lieben Dank, Mario, dass du uns so wunderschöne, individuelle Ringe gefertigt hast!!! Auch über den Blumenschmuck im Festsaal, in der Kirche sowie auf dem Brautauto muss man nachdenken. Das mit der Dekoration im Paul-Eber-Haus

Ein paar Kleinigkeiten …

Man könnte meinen, die Feier kann schon beginnen, doch es fehlen noch ein paar kleine Dinge, die zu organisieren sind … Vom schönsten Tag im Leben soll es natürlich Fotos geben. Natürlich machen diese viele Hochzeitsgäste sowieso, doch auf den Bildern sind dann meistens dieselben Leute abgebildet und Fotos von der Zeremonie im Standesamt oder in der Kirche sind dann eher selten, weil da alle Leute damit beschäftigt sind, dem Verlauf zu folgen. Das soll ja auch so sein :-) Aus diesem Grund macht es Sinn, sich einen „professionellen“ Fotografen auszuschauen, der an der Hochzeitsfeier teilnimmt und alles fotografiert, was es zu fotografieren gibt: die Trauung im Standesamt, die Braut mit Freundinnen, den Bräutigam mit Familie, das Brautpaar mit Gästen, das Brautpaar alleine, das Frühstücksbuffett, das Brautpaar beim Essen, das Brautpaar im Hochzeitsauto, die Gäste in der Kirche, den Brautvater, das Brautpaar bei der Trauung, die Band in der Kirche,

Was wollen wir trinken – den ganzen Tag lang?

Das mit den Getränken war eine relativ einfache Angelegenheit – im Gegensatz zu allem anderen, was wir vorher organisieren mussten. Natürlich sollten unsere Gäste auch nicht auf dem Trockenen sitzen und da es Sommer und bestimmt heiß ist, müssen genügend Getränke da sein! Wir haben das mit den alkoholfreien Getränken ganz einfach geregelt und uns an einen Rat meiner großen Schwester gehalten, die schon verheiratet war: Getränke in Mainbernheim beim örtlichen Spar-Markt bestellen! Diese werden am gewünschten Termin geliefert und die übrig gebliebenen Kästen einen Tag nach der Hochzeit, auch wenn es ein Sonntag ist, wieder abgeholt. Je nachdem, wie heiß es wirklich war und wieviel die Gäste getrunken haben, wird abgerechnet. Einfacher geht es fast nicht! Gemeinsam mit dem „Getränkelieferanten“ haben wir überlegt, wie viele Kästen wohl gebraucht werden und das hat wunderbar geklappt. Wenn ich meine Rechnung noch richtig entziffern kann, dann haben wir folgendes gebraucht: – 3 Kästen Wasser,

Wir haben Hunger Hunger Hunger!!!

Hochzeiten sind dafür bekannt, dass man dort mehr oder weniger am laufenden Band isst und da wir an unserem großen Tag nicht selbst in der Küche stehen wollten (höchstens mal für einen Snack zwischendurch, wenn man noch nicht genug gegessen hat), haben wir diese Arbeit ganz vielen anderen fleißigen Händen überlassen. Lange Überlegungen könnten angestellt werden, wenn man zu der Frage kommt, was die Gäste in der Zeit von der Standesamtlicher Trauung bis zur Kirchlichen Trauung tun sollen. Sinn macht es natürlich, zwischendurch etwas zu essen, damit alle gestärkt die Hochzeitszeremonie begehen können. Frühstück oder Mittagessen? Unser Tipp: Sucht euch eine nette Bäckerei oder ein nettes Café, das entweder in der Nähe des Standesamtes oder der Kirche liegt! Wir haben den BäckTro gefunden, bei dem wir vorher quasi schon Stammgast waren und uns sicher sein konnten, dass das Essen auch mundet. Die Buchung des Frühstücksbuffetts war total unkompliziert und dass

Bei wem sollen die Spiele angemeldet werden?

Auf so einer Hochzeit lässt es sich nicht vermeiden, dass Spiele gemacht werden, bei denen das Brautpaar im Mittelpunkt steht. Nicht, dass man mich falsch versteht – Ich habe nichts gegen Spiele bei der Hochzeit, ich habe nur was gegen blöde Spiele bei der Hochzeit (zumindest bei meiner eigenen :-) ). Doch vor diesen sind wir ja verschont geblieben, danke an alle Gäste!!! Bei einer großen Hochzeitsgesellschaft macht es Sinn, einen Zeremonienmeister bzw. eine Zeremonienmeisterin zu ernennen, bei der die Gäste ihre Spiele anmelden können, denn sonst sind es unter Umständen so viele Spiele, dass man am nächsten Abend noch weiterfeiern müsste, um alle durchzuführen. Oder das Brautpaar darf bei fünf Spielen testen, wie gut sich die beiden Partner kennen oder wie (un-)einig sie sich sind. Manche Leute wollen ja auch nach dem Standesamt oder nach der Kirche eine Aktion machen und dann ist es gut, wenn der Zeremonienmeister eine

Wohin mit den Kindern der Familienangehörigen und Freunde?

Wenn man viele Gäste einlädt, ist die Chance, dass Familien mit Kindern unter den Eingeladenen sind, relativ hoch. Das ist wunderschön … doch Kinder neigen dazu, dass sie sich recht schnell langweilen, wenn sich die Erwachsenen gemütlich bei Kaffee und Kuchen, beim Abendessen und in der Esspause dazwischen unterhalten wollen und sich nur bedingt mit den Kindern beschäftigen können. Kinder sind sehr begabt darin, sich aus solchen langweiligen Situationen herauszuholen, doch besser ist es dennoch, gar keine Langeweile aufkommen zu lassen. Aus diesem Grund haben wir uns überlegt, ein Spielzimmer einzurichten. An Spiele in Standard- und Großformat kamen wir glücklicherweise recht günstig ran (www.brettspielmobil.de :-) ) und dann musste eigentlich nur noch eine professionelle Kinderbetreuung her … Durch unsere Arbeit bei der EJ konnten wir unsere Beziehungen spielen lassen – fähige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gibt es da wie Sand am Meer und in deren Hände kann man jedes Kind getrost

Was erwartet die Geladenen bei der Feier?

Wer schon mal auf einer Hochzeit eingeladen war, kann sich ungefähr vorstellen, was auf einen zukommt: Traugottesdienst, Essen, Trinken, Reden, Essen, Trinken, Spiele, Essen, Trinken, … Ihr merkt schon, das klingt besonders aufschlussreich! Deshalb darf man den Gästen in der Einladung schon einen etwas detaillierteren Ablauf schildern! Die wichtigsten Uhrzeiten sind ja bis zu dieser Frage bereits geklärt, die muss man also nur noch in den Text einfügen … Für den Großteil unserer Gäste begann der Tag um 14.00 Uhr mit der Kirchlichen Trauung. Diejenigen, die schon zur Standesamtlichen Trauung und zum Frühstücksbuffet eingeladen waren, bekamen dies natürlich noch zusätzlich mit in den Ablauf geschrieben, damit sie nicht sagen können, sie hätten von nichts gewusst :-) Im Anschluss an den Traugottesdienst gab es Kaffee & Kuchen, was wir auch schön brav in den Text eingepflegt haben. Nun soll es auch irgendwann Abendessen geben. Ein bisschen Zeit zwischen Kaffeetrinken und Abendessen

Wann sollen die Eingeladenen kommen? Wohin sollen sie kommen? (Teil 2)

Die Standesamtliche Trauung war eher ein notwendiges Übel … Wir hätten uns auch mit der Kirchlichen Trauung zufrieden gegeben, doch dann wären wir ja nicht „Mann und Frau“ geworden, sondern geblieben, was wir vorher waren :-) Bei der Kirchlichen Trauung gestaltete sich das Ganze ein wenig einfacher … Wir wollten gerne, dass unser Dekanatsjugendpfarrer Uwe Rasp aus Obernbreit die Trauung vornimmt und haben dann auch beschlossen, in Obernbreit zu heiraten. Wer sich außerhalb seiner Heimatgemeinde trauen lassen möchte, muss den örtlichen Pfarrer um Erlaubnis fragen. Das haben wir ganz brav getan und dann einen Termin zum Traugespräch mit dem Pfarrer unseres Vertrauens ausgemacht. Unterlagen muss man zu diesem ersten Gespräch keine mitbringen; es ist allerdings von Vorteil, wenn man ein paar Daten zur eigenen Person im Kopf hat ;-) Der Pfarrer will nämlich beispielsweise wissen, wie man jetzt und zukünftig heißt, welche Konfession man hat und wann und wo man geboren, getauft