Hochzeitsreise – Tag 13

Mir wurde heute bewusst, dass unsere Hochzeitsreise so langsam dem Ende entgegenging und so begann ich Listen für zu Hause zu schreiben. Ja, ich bin ein Listenmensch und ich steh dazu – ich streich gern Dinge von meiner Liste, um die ich mich nicht mehr kümmern muss :-) So entstand eine To Do – Liste, ein Speiseplan und daraus entstehend eine Einkaufsliste!

Den Vormittag verbrachten wir allerdings damit, uns Vukovar/Kroatien anzusehen. Im Jahr 1991 wurde Vukovar von der serbischen Armee belagert und dabei fast vollständig zerstört. Bis 1995 war die Stadt von serbischen Truppen besetzt und erst 1998 konnte sie wieder in das kroatische Gebiet reintegriert werden. Noch jetzt sind die Spuren des Krieges deutlich zu sehen. In einem Reiseführer steht der folgende Text über Vukovar: „Auch über zehn Jahre nach Ende des Krieges ist Vukovar eine in weiten Teilen zerstörte Stadt. Zwar wurden einige Solitäre und öffentliche Gebäude wiederhergestellt, entstanden einige moderne Zweck- und Wohngebäude, aber ganze Viertel Vukovars liegen immer noch in Trümmer, und das Zentrum gleicht weiten Teilen einer Geisterstadt.“ Zu sagen, dass ich mich auf Vukovar freute, ist nicht ganz richtig; doch ich war gespannt auf das Aussehen der Stadt, denn der Krieg zwischen Serbien und Kroatien war so ziemlich der erste, von dem ich etwas mitbekommen habe. Abgesehen von dem zerschossenen Wasserturm, der zum Wahrzeichen der Tragödie geworden ist, und dem Denkmal am Donauufer in Form fallender, übereinander stürzender Häuserfassaden, haben wir hier nicht viele Bilder gemacht.

 

Nur für meine Schwestern musste ich noch ein extra Foto machen, denn als ich diese Blumen gesehen habe, musste ich sofort an sie denken :-)

Um 13.30 Uhr gab es Mittagessen und wir legten ab mit Kurs auf Mohacs in Ungarn. Wir haben es uns am Nachmittag mit unseren Spielen gemütlich gemacht und schön der Reihe nach alle „Neuheiten“ nochmals gespielt. Schließlich waren wir im Urlaub und da konnten wir ja nach Lust und Laune unserem Hobby nachgehen. Ich hätte Ingo sogar fast dazu gebracht, mit mir Kniffel zu spielen, doch wir haben keine Würfelspiele in unserem Kartenspielkoffer und in der Schiffs-Spielothek suchten wir vergeblich nach fünf Würfeln – und das obwohl es drei oder vier Spielesammlungen gab!
Eigentlich wollte ich auch noch ein paar Runden schwimmen, doch ich hab ja schon erwähnt, dass sich unsere Reise so langsam dem Ende neigte und das heißt, dass wir uns der Heimat näherten; es wurde kälter und windig :-(

Vor dem Abendessen fand eine Tombola statt, bei der wir mit unseren beiden Losen nichts gewonnen haben. Fast alle Preise gingen an einen Mitreisenden, der so ziemlich die komplette Lostrommel aufgekauft haben musste. Ich glaube, es war in der Tat so, dass er alle Lose gekauft hat, die bis 13.00 Uhr (da war Schluss mit dem Losverkauf) noch nicht weg waren. Nachdem alle Preise verteilt waren, startete dieser Mann eine 2. Runde und verloste alle seine Gewinne. Dabei wurde ich stolze Besitzerin eines „Wein-Flachmanns“, mit dem ich bei der nächstbesten Gelegenheit (Schrott-Wichteln im Dienstags-Kreis) jemand anderen beglückte ;-)

Zu guter Letzt wurden wir am Abend nach dem Abendessen, bei dem Ingo übrigens auf seine Vorspeise verzichten musste, weil ich meine abbestellt hatte (unser Kellner hatte es nicht so drauf …), von der Schiffscrew mit einem Sketch-Abend unterhalten – und dann …
Gute Nacht!!!

Die Bilder von Mohacs und Pecs

Dass wir wieder einige Bilder gemacht haben, habe ich in dem zugehörigen Artikel schon erwähnt. Es soll sogar Leute geben, die diese schon in nicht aussortierter Form gesehen haben. Für alle anderen gibt es jetzt die auserwählten Bilder von unserem 4. Reisetag in Mohacs und der Kulturhauptstadt 2010 Pecs.

Hochzeitsreise – Tag 4

Am 16.08.2010 legten wir nach dem Frühstück in Mohacs, noch immer in Ungarn, an. Dort hatten wir Gelegenheit zu einem Landausflug in die Stadt, nachdem wir direkt vor dem Stadtzentrum den Anker gelichtet hatten :-)

Das war unser erstes Highlight: Durchfahrt verboten für Pferdefuhrwerke! Erst später – auf der Fahrt nach Pecs – stellten wir fest, dass solche Schilder in Ungarn durchaus ernst zu nehmen sind :-)
Mit dem sog. Stadtzentrum waren wir innerhalb einer Stunde fertig, hatten wieder einige Fotos gemacht und besuchten einen ungarischen Markt, auf dem Ingo sich fast ein Paar neue Hausschuhe gekauft hätte – aber es gab keine wirklich schönen, und Hausschuhe gabs glaub ich gar nicht …

Nach dem Mittagessen fuhren wir dann mit dem deutschen Ausflugsbus nach Pecs,  Kulturhauptstadt 2010. In Pecs bekamen wir eine Führung durch die Innenstadt, die mit einer Erfrischung im Hotel Palatinus endete. Wir durften Kaffee, Tee oder ein Kaltgetränk zu uns nehmen und hatten dann noch ein wenig Zeit, uns die Innenstadt auf eigene Faust anzusehen, bevor uns der Bus wieder zum Schiff brachte.

Auf dem Schiff angekommen gab es endlich wieder etwas  zum Essen :-) und dann dauerte es noch einige Zeit, bis die Ausreiseformalitäten für Ungarn erledigt waren und wir weiterschippern konnten. Zum Zeitvertreib wurde am heutigen Abend ein Film über unseren nächsten Wegabschnitt gezeigt, den wir in der Panoramabar ansehen konnten. Natürlich hätten wir den auch in unserer Kabine sehen können, aber wir wollten unsere Mitreisenden gern mit unserer jugendlichen Anwesenheit beglücken :-) Im Anschluss an den Film ging es für uns dann aber ins Bett, obwohl es noch nicht einmal 22.00 Uhr war. Aber im Urlaub darf man auch mal früh schlafen gehen …